1.1 Content Management System (CMS)

Der Begriff Content Management System enthält die englischen Begriffe Content (Inhalt) und Management (Verwaltung). Er bezeichnet also recht ungenau ein System, mit dem Inhalte verwaltet werden können. So ein System kann eine Tafel und ein Stück Kreide sein (Speisekarte, Schultafel), es kann aber auch so etwas wie die freie Enzyklopädie Wikipedia oder ein Auktionshaus wie eBay sein. In allen drei Fällen werden Inhalte verwaltet. In den letzten beiden Beispielen sogar von sehr vielen Teilnehmern.

Diese Teilnehmer spielen bei Inhaltsverwaltungssystemen eine große Rolle, einerseits in der Funktion des Verwalters (Administrator) und andererseits in der Rolle des Benutzers (User) und der des Redakteurs.

Aber es kommt noch besser. Außer CM-Systemen gibt es natürlich auch noch Bezeichnungen wie Enterprise Ressource Planning Systeme (ERP-Systeme, Verwaltung von Firmendaten), Customer Relationship Management Systeme (CRM-Systeme, Pflege von Kundenkontakten), Document Management Systeme (DMS, Verwaltung von Doku­menten), Human Resource Management Systeme (HRM-Systeme, Personalverwaltung) und viele weitere.

Durch diese inflationäre Begriffs- und Funktionsvielfalt fällt es schwer, den Begriff CMS zu definieren. Diese Definition aus Wikipedia hat mir am besten gefallen:

„Ein Content-Management-System (CMS) ist ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten (Content) ermöglicht und organisiert.“

Die Abkürzung ECMS hat sich für Enterprise Content Management Systeme etabliert. Alle anderen oben aufgeführten Abkürzungen sind dann Untermengen eines ECMS.

Joomla! fällt in die Gattung der Web Content Management Systeme (WCMS), da dessen Funktionalität innerhalb eines Browsers im Web verwaltet wird.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Content Management meist im Zusammenhang mit Webseiten verwendet, die sich über einen Browser pflegen lassen. Was die Definition nicht unbedingt einfacher macht. :-)