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1.2 Ein kurzer Blick in die Geschichte
Submitted by Hagen Graf on 16. February 2008 - 17:44Während die Firma Sun in den neunziger Jahren behauptete: „Der Computer ist das Netz“, wollte die Firma Microsoft erst ruhen, wenn auf jedem Schreibtisch ein Computer mit Windows steht. Dieser Teil der Geschichte hat sich erfüllt. Microsoft könnte „ruhen“ und sucht auch tatsächlich aktiv nach neuen Märkten und Produkten.
Der Rechner, um den es Microsoft ging, war immer eine Mixtur aus Datendateien und Binärdateien. Die Dateien mit den binären Inhalten nennt man Programme. Sie wurden von den Kunden gekauft und installiert, um damit die Daten bearbeiten zu können. Microsoft Office erlebte einen Siegeszug durch die meisten Büros dieser Welt.
Der Rechner, um den es der Firma Sun ging, war eher ein Dumb Tube. Ein billiges, dummes Endgerät mit einem Bildschirm, einer Tastatur, einer Maus und einem Zugang ins Internet. Die Programme und die Daten sollten sich nicht auf diesem Rechner befinden, sondern irgendwo im Netz.
Die Philosophie von Microsoft tendierte also mehr in die Richtung meines, die Philosophie von Sun mehr in die Richtung unser.
Die Triebfedern dieser Philosophien waren in beiden Fällen wirtschaftliches Interesse. Microsoft verkaufte in erster Linie im Konsumentenbereich Software für PC, Sun dagegen im Unternehmensumfeld Server-Hardware und die passenden Programme dazu.
Mitte der neunziger Jahre erfolgte die explosionsartige Verbreitung des eigentlich schon in den sechziger Jahren erfundenen Internets unter anderem durch HTML (Hyper Text Markup Language, die Sprache, in der Webseiten geschrieben werden) und die Entwicklung von Webservern und Webclients (Browsern).
Das Internet selbst ist nur ein Satz von Spielregeln, der von verschiedenen Geräten verstanden und so geschickt kombiniert werden kann, dass dieses Netz in kürzester Zeit den gesamten Planeten überzog.
Ohne eine E-Mail-Adresse war der einzelne Mensch nicht erreichbar, und ohne eine Website war eine Firma nicht nur altmodisch, sondern in den Augen vieler Kunden nicht mehr existent. Die ganze Welt drängelte also in kurzer Zeit in dieses Netz, um ein Teil davon zu werden. Filme wie Matrix1 wurden Kassenschlager, und 19842 von George Orwell wurde erfolgreich verdrängt.
Die, die es gewohnt waren, Programme zu kaufen, kauften HTML-Editoren und erstellten damit Internetseiten. Die anderen schrieben den HTML-Code meist lieber gleich selbst in einem ohnehin vorhandenen Texteditor. Die Webagentur war geboren, bei der man Websites in Auftrag geben konnte.
Beide Gruppen hatten allerdings das Problem, dass HTML-Seiten statisch sind. Um den Inhalt der Seite zu ändern, muss man sie am heimischen PC bearbeiten und danach wieder auf den Server kopieren.
Das war nicht nur unbequem und teuer, damit waren auch Webauftritte wie eBay oder Amazon unmöglich.
Beide Gruppen fanden mehr oder weniger gute Lösungen für das Problem.
In der meines-Fraktion entstanden schnell binäre Programme, mit denen man HTML-Seiten erzeugen konnte und diese dann per automatisiertem Verfahren auf den Server lud. In die Seiten wurden interaktive Elemente wie Besucherzähler u.Ä. eingebaut.
Die unser-Fraktion entdeckte Java Applets und damit die Möglichkeit, ein Programm zu schreiben, das zentral auf einem Server liegt und über einen Browser bedienbar ist. Auf dieser Lösung beruhten ganze Geschäftsideen wie Online-Broking und Flugbuchungskonzepte.
Beide Gruppen versuchten auf verschiedene Arten, ihre Marktanteile auszubauen. Das Ergebnis war ein recht stabiler Markt für beide, in dem »Religionskämpfe« über das richtige Betriebssystem (Windows, Linux, Mac OS X) ständig die Versionsnummern der Programme hochtrieben und sich die Kunden daran gewöhnten, dass das alles nicht so einfach ist.
In solchen Situationen gibt es immer einen dritten Weg. In unserem Fall ist das unter anderem die Entstehung von Open Source-Scriptsprachen wie PHP3. Rasmus Lerdorf hatte das Ziel, seine Homepage mit interaktiven Elementen zu versehen, und heraus kam eine neue Programmiersprache. PHP wurde von Anfang an optimiert auf die perfekte Zusammenarbeit mit der Datenbank MySQL, die ebenfalls unter der GNU/GPL4 stand.
Glücklicherweise gab es das Betriebssystem Linux und einen Webserver namens Apache, die die benötigte Infrastruktur auf dem Server boten. Das Anzeigemedium beim Kunden war der Browser, der mit Sicherheit vorhanden war. LAMP (Linux, Apache, MySQL, PHP) wurde bald das Synonym für datenbankgestützte, interaktive Auftritte im Internet.
Wie in einem kreativen Rausch entstanden verschiedenste Systeme, die es ermöglichten, Inhalte nur mithilfe eines Browsers zu organisieren, wie Forenseiten, Communities, Online-Shops, Voting-Seiten und ähnliche Dinge.
Nach den »harten« Sachen wie Linux und Apache entstanden nun die »weichen« Produkte.
Die neunziger Jahre neigten sich dem Ende zu, die Internetaktienblase platzte, und plötzlich kam es darauf an, ganz klassische Geschäftsmodelle mit ganz klassischen Methoden zu etablieren.
Immer wenn es der Wirtschaft nicht gut geht, schaut sie auf die Kosten und überlegt, ob es Möglichkeiten gibt, diese zu senken. Es gab und gibt zahlreiche Möglichkeiten!
Die PHP-Anwendungen, die es damals gab, hatten Verbreitungszahlen, die in die Millionen gingen. Als Beispiele seien hier nur die Projekte phpBB5 und phpMyAdmin6 genannt. Das eine hat sich zum Quasistandard für Foren-Software entwickelt, das andere als Standard für das Bearbeiten von MySQL-Datenbanken per Webinterface.
Der Quellcode der Sprache PHP selbst und der Quellcode der Anwendungen wurde durch die enorme Zahl von Nutzern und Entwicklern immer schneller immer besser. Je offener ein Projekt gestaltet wurde, desto erfolgreicher wurde es.
Einzelne Gurus konnten Unternehmen in kürzester Zeit immense Kosten sparen.
Statische HTML-Seiten galten als alt, teuer und überholt. Dynamisch musste es sein! In diesem Umfeld bewegen wir uns jetzt seit einem Jahrzehnt. Linux, Apache, MySQL und PHP sind in der Industrie akzeptiert. Die Suche nach professionell verwertbaren PHP-Anwendungen begann.
Bei dieser Suche schaut man auf:
- Eine einfache Installation
- Eine gute Wartbarkeit des Quellcodes
- Die Sicherheit des Quellcodes
- Die Benutzerfreundlichkeit
- Die einfache Erweiterbarkeit
- Die einfache Entwicklung
- Die einfache Einarbeitung für neue Entwickler
- Standardisierte Schnittstellen zu anderen Programmen
- Die Kosten
- Die Unabhängigkeit vom Lieferanten
Der besondere Vorteil von PHP-Anwendungen ist die Unabhängigkeit von Hardware und Betriebssystem. LAMP existiert auch als WAMP für Windows, MAMP für den Apple und auf zahlreichen anderen Plattformen.
Und jetzt kommt endlich Joomla! ins Spiel.
Joomla! – wie kam es dazu?
Die australische Firma Miro7 entwickelte im Jahre 2001 ein Content Management System namens Mambo. Sie stellte dieses System als Open Source-Software zur Verfügung, um es auszutesten und für eine weite Verbreitung zu sorgen. Im Jahre 2002 spaltete die Firma ihr Produkt Mambo in eine kommerzielle und eine Open Source-Version. Die kommerzielle Variante nannte man Mambo CMS, die Open Source-Version Mambo Open Source oder kurz MOS. Ende 2004 haben sich alle Beteiligten darauf geeinigt, dass MOS ganz offiziell Mambo genannt werden darf und dass man gemeinsam eine erfolgreiche Zukunft für das sich damals am schnellsten entwickelnde CMS gestaltet.
Die Vorteile der kommerziellen Variante lagen für Firmen in erster Linie in der erhöhten Sicherheit und in der Tatsache, dass sie die Firma Miro als Ansprechpartner hatten, die auch die weitere Entwicklung unterstützen würde.
Die Vorteile der Open Source-Version sind, dass sie »frei« ist und dass eine riesige Gemeinde von Benutzern und Entwicklern für eine zügige Weiterentwicklung sorgt. Außerdem ist es für Unternehmen natürlich möglich, Mambo als Basis zu nehmen und darauf aufbauend eigene Lösungen zu entwickeln.
Im Jahre 2005 gab es auf allen Seiten Überlegungen, eine Stiftung für die Open Source-Variante von Mambo einzurichten, um die Existenz und Weiterentwicklung zu sichern.
Im Herbst 2005 wurde auf der Mambo-Projektseite die Gründung einer Mambo-Foundation als Meldung veröffentlicht. Nach positiven Reaktionen in den ersten Stunden stellte sich heraus, dass die Stiftung von Miro in Australien gegründet und das Entwicklerteam nicht in die Gründungsmodalitäten einbezogen wurde. Daraufhin entbrannten heiße Diskussionen in den Foren der Community, und ein paar Tage lang gab es keine Äußerung vom Entwicklerteam.
Nach kurzer Zeit veröffentlichte das Entwicklerteam eine Stellungnahme unter der URL opensourcematters.org und kündigte an, dass es sich vom neutralen Software Freedom Law Center8 beraten lassen und eine Weiterentwicklung von Mambo unter eigener Verantwortung planen würde. Schon damals geisterte die Idee einer verbesserten Mambo- Version mit neuer Quellcode-Basis durch die Foren.
Wie in einer zerrütteten Ehe entwickelte sich schnell ein Rosenkrieg zwischen der von Miro dominierten Mambo-Foundation, der plötzlich das Entwicklungsteam abhanden gekommen war, dem Entwicklungsteam selbst, das natürlich einen neuen Namen für den Fork benötigte, und einer erhitzten internationalen Community von hunderttausenden Benutzern, die sich teilweise mit harten Worten in Blogs, Foren und den jeweiligen Projektseiten beharkten.
Beide Projekte wurden weitergeführt. Der Fork wurde Joomla! genannt.
Das Joomla!-Team legte einen sehr großen Wert auf die Einhaltung von demokratischen Regeln. Das neue Projekt benötigte ein Logo, und so wurde ein Wettbewerb in der „neuen“ Community ausgerufen. Im neuen Forum hatten sich bis dahin in ein paar Tagen 8.000 Benutzer registriert. Die Vorschläge und die Ergebnisse sind natürlich online zu sehen9.
Die Mambo-Foundation stellte schnell ein neues Entwicklerteam vor.
Am 17.9.2005 wurde die Version 1.0 von Joomla! veröffentlicht.
Aus der Welt der so genannten Third Party-Entwickler, also Programmiergruppen, die Mambo-Komponenten entwickelten, wechselten die Projekte Simpleboard (heute FireBoard), Docman und viele andere schnell zu Joomla! und haben dadurch das Vertrauen in das neue Projekt bekräftigt. Aus der Vorsilbe „mos“, die in vielen Variablen und Begriffen benutzt wurde, wurde schnell „jos“.
Eine ausführliche Zusammenfassung der Ereignisse in englischer Sprache finden Sie im Internet10.
Joomla! gehört zwei Jahre nach seiner Gründung zu den populärsten Open Source-Projekten der Welt.
Allerdings sind in diesen zwei Jahren durch die Neuorganisation viel Zeit mit organisatorischen Grabenkriegen und interkulturellen Mißverständnissen vertan worden.
Das Web 2.0 feierte seine Siegeszüge. Von Benutzern erzeugter Inhalt wurde immer wichtiger. Second Life mit seiner virtuellen Umgebung wurde weltweit bekannt. Die Programmiersprache Ruby und insbesondere Ruby on Rails wurden mehr und mehr zur Entwicklung von Webseiten genutzt. Programmierschnittstellen spielten eine immer größere Rolle.
In diesem Bereich sah und sieht Joomla 1.0.x einfach schon ein bischen alt und grau aus. Es ist zwar nicht am Ende seiner Weiterentwicklungsmöglichkeiten, aber die Benutzer schielten manchmal schon ein wenig traurig auf die Fähigkeiten von Systemen wie Plone, Typo3, Drupal und vielen anderen, die nicht das Problem der schieren Größe und der Umorganisation hatten und die neuen Techniken stetig in ihre Projekte aufnahmen.
Seit zwei Jahren wird Joomla! in der Version 1.0.x nicht wirklich weiterentwickelt, sondern es wurden in erster Linie Sicherheitsupdates mit kleineren Code-Änderungen herausgegeben. Zwei Jahre Wartezeit auf eine neue Version sind kein Aushängeschild für das Projekt. Joomla! wurde in dieser Zeit oft totgesagt, belächelt, und in der Fachpresse erschienen teilweise hämische Artikel über das Thema: „Wie ruiniere ich ein tolles Softwareprojekt?“.
Mit der neuen Version Joomla! 1.5 ist dem Projektteam allerdings in sehr guter Wurf gelungen. Nachdem nun wirklich alles in Forum, Mailing Listen, E-Mail und persönlichen Treffen ausdiskutiert wurde, sieht heute die Zukunft von Joomla! besser aus als je zuvor.
Der Umstieg von der Version 1.0.x auf 1.5.x wird auf der einen Seite noch viel Kraft kosten, da durch den geänderten Quellcode keine vollständige Abwärtskompatibilität besteht. Es wird aber auf der anderen Seite Joomla! endgültig in die Liga der Business-tauglichen Content Management Systeme katapultieren. Die Strategie, aus Joomla! einen Baukasten zu erstellen (Joomla! Framework), mit dem Entwickler an den neuen Entwicklungen teilnehmen können, ist geschickt gewählt und wird sich auszahlen.
Endlich ist es auch möglich, verschiedene Authentifizierungsmethoden zu wählen, barrierefreie Websites in unterschiedlichen Sprachen zu erstellen und an der allgegenwärtigen Mashup-Welle11, die jetzt auch deutlich in die Unternehmen schwappt, teilzunehmen. Auch der Weg zur Komponentenentwicklung in einer Umgebung wie Eclipse ist nun möglich.
Bei der vorhandenen Community-, Entwickler- und Installationsdichte wird Joomla! viele Bereiche dieses Marktes einfach abdecken. Viele Hosting-Provider bieten Joomla! heute schon vorinstalliert ihren Kunden an, und die neue Version 1.5 ist zur Version 1.0.x zumindest so kompatibel, dass es keine ernsthaften Probleme bei einem Umstieg von einfachen Websites geben wird.
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6.4 Konfiguration
Submitted by Hagen Graf on 18. December 2007 - 9:22Der Arbeitsbereich Konfiguration ermöglicht es, alle Einstellungen zu setzen, die für die gesamte Website gelten. Die Werte der Variablen werden in der Datei configuration.php gespeichert. In dieser Datei stehen beispielsweise lebenswichtige Dinge wie die Zugangsdaten zum Datenbankserver, aber auch eher „kleinere“ Parameter wie die voreingestellte Listenlänge bei Listanzeige. Der Arbeitsbereich selbst ist aufgeteilt in drei Karteireiter (Abbildung 6.11).
Site
System
Server
Site
Der Bereich Site ist nochmals optisch unterteilt in drei Bereiche:
Site
Metadaten
SEO

Abbildung 6.11: Konfiguration - Site - Site
Site Offline: Wenn Sie beispielsweise Änderungen an Ihrer Website vornehmen und ihre Benutzer darauf hinweisen wollen, können Sie hier das entsprechende Verhalten »einschalten«.
Offline-Nachricht: Der hier eingegebene Text wird auf Ihrer Website im oberen Bereich angezeigt, wenn sie »offline« ist. Probieren Sie es mal aus. Stellen Sie Site Offline auf Ja, klicken Sie auf das Icon Anwenden und rufen Sie dann die Website auf. Die Website ist nicht mehr erreichbar. Für den Administratorbereich berechtigte Benutzer (Rechte > Manager) können sich jedoch noch einloggen (Abbildung 6.12).

Abbildung 6.12: Wartungsmeldung auf der Website
Site-Name: Der Name der Seite, den Sie bei der Installation eingegeben haben. Er taucht beispielsweise in der Kopfzeile des Browsers wieder auf, als Absender von System-E-Mails, auf dem Newsfeed und an verschiedenen anderen Stellen, die mit der leichten Erkennung Ihrer Website zu tun haben.
Standard-WYSIWYG-Editor: WYSIWYG ist die Abkürzung für What you see is what you get oder (wie böse Zungen behaupten, sehr viel näher an der Realität) Du hast es so gewollt, da hast du es! Der Begriff stammt aus den Anfängen grafischer Benutzeroberflächen, als es erstmals möglich war, Texte in einer Textverarbeitung zu schreiben und beim Schreiben zu sehen, wie das fertige Ergebnis nach dem Druck aussehen wird. Heute geht es weniger um das Drucken, sondern mehr um die Darstellung auf Ihrer Website.

Abbildung 6.13: WYSIWYG-Editor TinyMCE
Im Internet füllen Sie normalerweise Formulare aus ohne die Möglichkeit einer Formatierung. Die Formatierung erfolgt über HTML-Tags oder programmspezifische Kürzel. Ein WYSIWYG-Editor ist komfortabler, da Sie hier wie in einer Textverarbeitung nur auf die entsprechenden Icons klicken müssen. In den Textfeldern, in denen Formatierungen benötigt werden, wird dieser Editor automatisch eingeblendet (Abbildung 6.13). Er funktioniert unter allen gängigen, aktuellen Browsern. Joomla! bietet die Möglichkeit, auch andere HTML-Editoren einzubinden wie beispielsweise XStandard lite (siehe Kapitel 6.2.3).
Standardmäßig wird momentan der Editor TinyMCE benutzt5.
Listenlänge: Auf Ihrer Website tauchen immer wieder Listen auf, beispielsweise News und Links. Hier stellen Sie ein, wie viele Einträge eine Liste standardmäßig haben soll.
Metadaten
In diesen Bereich finden Sie die Einstellungen der Metadaten (Abbildung 6.14).

Abbildung 6.14: Konfiguration – Site – Metadaten
Metadaten sind Daten über Daten, also beispielsweise eine Beschreibung Ihrer Website. Metadaten spielen bei Suchmaschinen eine Rolle und sind im XHTML-Standard beschrieben. Wie groß die wirkliche Rolle der Metadaten beispielsweise beim Ranking in Suchmaschinen ist, ist umstritten. Trotzdem stellen Metadaten einen guten Weg dar, in kurzen und klaren Worten Ihre Website zu beschreiben. Wenn Sie in den HTML-Quellcode einer Joomla!-Seite schauen, sehen Sie im oberen Bereich die folgenden Metatags:
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" /> <meta name="robots" content="index, follow" /> <meta name="keywords" content="joomla, joomla!, Joomla, Joomla!, J!" /> <meta name="description" content="Joomla! - dynamische Portal-Engine und Content-Management-System" /> <meta name="generator" content="Joomla! 1.5 - Open Source Content Management" />
Globale Site Meta Beschreibung: Diese Beschreibung des Seiteninhaltes wird bei der Anzeige von Suchmaschinenergebnissen oft ausgegeben. Diesem Tag sollte man daher besondere Aufmerksamkeit schenken, denn anhand dieser Information entscheidet der Suchende oft, ob er Ihre Seite besucht oder nicht. Sie können weitere Beschreibungen auf jeder Inhaltsseite individuell zur globalen Beschreibung hinzufügen.
Globale Site Meta Schlüsselwörter: Schlüsselwörter oder Keywords sind die zentralen Bedeutungen eines Dokuments. Sie sollten hier die wichtigsten Begriffe Ihrer Website auflisten. Manche Suchmaschinen suchen besonders in den Keywords. Die einzelnen Wörter werden durch Kommata getrennt, mehrere Wörter lassen sich zwischen zwei Kommata mit normalen Leerzeichen eintragen. Die Schlüsselwörter sollten auf max. 1.000 Zeichen begrenzt werden, mehr werden nicht ausgelesen. Beachten Sie, dass die Verwendung weniger Schlüsselbegriffe dem einzelnen Begriff zu einer höheren Wertigkeit in der Suchmaschine verhelfen kann. Überlegen Sie, welche die meistgebrauchten Schlüsselwörter sind und nach welchen am ehesten gesucht wird6. Sie können weitere Schlüsselwörter auf jeder Inhaltsseite individuell zu den globalen Schlüsselwörtern hinzufügen.
Zeige Titel Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Inhaltstitel als Metatag eingeblendet, beispielsweise <meta name="title" content="Welcome to Joomla!" />.
Zeige Autor Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Name des Autors als Metatag angezeigt, beispielsweise <meta name="author" content="Administrator" />.
SEO (Search Engine Optimization)
In diesem Bereich geht es um suchmaschinenfreundliche URLs (Abbildung 6.15).

Abbildung 6.15: Konfiguration – Site – SEO
Normalerweise sieht eine URL von Joomla! etwa so aus:
http://www.example.com/joomla150/index.php?option=com_contact&Itemid=3
Solche URLs werden von Suchmaschinen normalerweise nicht gespeichert, weil die Suchmaschine davon ausgeht, dass sich der Inhalt dynamisch aufbaut und vermutlich bald ändert.
Suchmaschinenfreundliche URLs: Mit diesem Schalter können Sie aus einer dynamischen URL eine suchmaschinenfreundliche URL machen. Wenn Sie den Schalter auf Ja stellen, sollte der Link etwa so aussehen:
http://localhost/joomla150/Kontakt
mod_rewrite nutzen: Mit diesem Schalter aktivieren Sie das Modul mod_rewrite. Das Prinzip beruht auf einer Funktion des Apache Webservers. Mit seiner Rewrite Engine kann er URLs beliebig manipulieren. Außer dem Schalter müssen Sie auch noch die Datei htaccess.txt im Joomla!-Verzeichnis in .htaccess umbenennen. Unter Windows ist eine solche Umbenennung nur mit bestimmten Programmen wie beispielsweise dem Editor Ultraedit7 oder in der Kommandozeile mit dem Befehl
rename htaccess.txt .htaccess
möglich. Unter Linux funktioniert die Umbenennung problemlos, die Datei wird aber anschließend meist nicht mehr in Ihrem FTP-Client angezeigt (abhängig von der Serverkonfiguration). Außerdem kann es sein, dass der Provider .htaccess-Dateien nicht zulässt, da sie ein Sicherheitsrisiko für den Webserver darstellen können.
Exkurs
Um auch unter Windows mit XAMPP in den Genuss von suchmaschinenfreundlichen URLs zu kommen, müssen Sie die Datei
[LW]:\xampplite\apache\conf\httpd.conf
editieren. Öffnen Sie die Datei unter Windows mit einem Programmiereditor oder mit WordPad und suchen Sie nach der Zeile
#LoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.so
entfernen Sie das Doppelkreuz vor
LoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.so
und speichern Sie die Datei. Danach starten Sie den Apache Webserver über das XAMPP lite Control Panel neu. Jetzt sollten die suchmaschinenfreundlichen Links funktionieren.
Suffix an URLs anhängen: Hier wird an die URL nach einer Dateierweiterung ein .html angehängt, damit die Seite aussieht wie eine HTML-Seite. Der Effekt auf Suchmaschinen ist jedoch umstritten.
System

Abbildung 6.16: Konfiguration – System – System
Geheimes Wort: Bei der Installation von Joomla! wird hier eine Zufallsfolge von Zeichen erzeugt, bei der es sich um eine Art Stempel handelt. Dieses geheime Wort wird im Zusammenhang mit der XML-RPC-Schnittstelle gebraucht. Damit soll in Zukunft sichergestellt werden, dass nur registrierte bzw. autorisierte Remote-Systeme über diese Schnittstelle zugreifen dürfen.
Pfad zum Protokoll-Ordner: Wenn Sie die Joomla!-Protokollierung nutzen wollen, müssen Sie natürlich einen Pfad angeben. Der Pfad wird standardmäßig vorgegeben und kann hier geändert werden. Der Pfad sollte außerhalb des öffentlich zugänglichen Pfades liegen, also außerhalb Ihres Dokumentenverzeichnisses htdocs.
Web-Services aktivieren: Joomla! ist standardmäßig mit einer xmprpc-Schnittstelle ausgerüstet. Diese Schnittstelle stellt Services bereit, die hier aktiviert und deaktiviert werden können. Ausgehende XML-RPC-Verbindungen sind davon nicht betroffen, nur eingehende!
Hilfeserver: An dieser Stelle legen Sie den Standardhilfeserver fest. Sie können für jedes Benutzerkonto einen anderen Hilfeserver konfigurieren.
Exkurs
Es ist auch möglich, einen lokalen Hilfeserver anzusprechen. Auf diesem lokalen Hilfeserver müssen die Hilfetexte in der gewünschten Sprache (in unserem Fall Deutsch de-DE) im Verzeichnis C:\xampplite\ htdocs\Joomla150\administrator\help\de-DE abgelegt sein. Momentan gibt es keine automatische Installation dieser Hilfetexte. Die Texte an sich werden vom deutschen Übersetzungsteam erstellt.
Benutzer
In diesem Bereich finden Sie globale Einstellungen für die Benutzerkonten (Abbildung 6.17).

Abbildung 6.17: Konfiguration – System – Benutzer
Registrierung erlauben: Hier können Sie wählen, ob Sie eine eigene Registrierung von Benutzern zulassen wollen oder nicht. Wenn Sie beispielsweise eine Firmen-Website betreiben, könnten Sie Ihren Mitarbeitern ein Benutzerkonto anlegen, es aber verbieten, dass sich Besucher der Website selbst ein Konto erstellen. Bei einer Community-Website ist es dagegen erwünscht, dass sich die Benutzer selbst anmelden.
Benutzergruppe neuer registrierter Benutzer: Hier können Sie festlegen, welche Benutzergruppe bei der Registrierung dem Benutzer zugeordnet wird. Die Bedeutung der Benutzergruppen finden Sie in Tabelle 6.1 und Tabelle 6.2.
Kontoaktivierung neuer Benutzer: Um eine gewisse Sicherheit vor Programmen zu bieten, die automatisiert auf Ihrer Seite 20.000 Benutzerkonten anlegen, können Sie eine separate Aktivierung verlangen. Der Benutzer erhält nach seiner Registrierung einmalig eine E-Mail an die von ihm angegebene Adresse. In dieser E-Mail befindet sich ein Link zum Freischalten des Kontos. Nach der Freischaltung kann er sich normal anmelden.
Parameter im Frontend: Hier können Sie festlegen, ob die Benutzer ihre Sprach- und Zeitzonen-Einstellungen selbst vornehmen dürfen (Abbildung 6.18).

Abbildung 6.18: Frontend - Eigenes Benutzerkonto
Medien
Hier konfigurieren Sie die Parameter für den Medienbereich. Sie können erlaubte Erweiterungen für die hochzuladenden Dateien sowie Pfade angeben, in denen diese Dateien abgespeichert werden (Abbildung 6.19).

Abbildung 6.19: Konfiguration – System – Medien
Außer den Dateiendungen können Sie auch MIME-Typen8 angeben. Das ist hilfreich, weil dadurch der Inhalt der Dateien auf einer sichereren Basis überprüft werden kann. Falls die benötigten Module in Ihrem Apache Webserver nicht freigeschaltet sind, können Sie mit dem Schalter Uploads einschränken dafür sorgen, das normale Frontend-Benutzer nur Bilder hochladen können.
Die maximale Größe können Sie bis zur von PHP vorgegebenen Maximalgröße (siehe nachfolgender Hinweis) ebenfalls hier angeben.
Exkurs
Die maximale Upload-Größe pro Datei ist letztlich abhängig von der PHP-Konfiguration Ihres Providers. In meinem Fall sind es 16 Mbyte. Größere Dateien müssten Sie per FTP hochladen oder den upload-Wert in der Konfigurationsdatei php.ini entsprechend ändern.
Debug
Wenn Programmierer Fehler suchen, sprechen sie von Debuggen. Diese Bezeichnung ist historisch gewachsen. Ein Bug ist ein Käfer, und vor 50 Jahren waren es tatsächlich Käfer, die es sich an den warmen Röhren eines Computers gemütlich machten und hin und wieder für Kurzschlüsse sorgten. Debugging – Käfer entfernen – war damals also wörtlich zu nehmen. Heute geht es um Fehler in Software-Programmen, beispielsweise um eine nicht funktionierende Datenbankabfrage.

Abbildung 6.20: Konfiguration – System – Debug
Debug System: Nach dem Einschalten dieser Funktion werden unterhalb der Website die Datenbankabfragen angezeigt. Um eine Seite von Joomla! zu erzeugen, sind in diesem Fall 24 Datenbankabfragen notwendig (Abbildung 6.21).
Debug Sprache: Hier beziehen sich die Debug-Meldungen auf die Sprach-Strings. Angezeigt werden die angesprochenen Sprachdateien.

Abbildung 6.21: Debug Mode mit Datenbankabfragen
Damit Sie nicht vergessen, dass Sie sich im Debug-Modus befinden, werden vor und hinter allen Bezeichnungen dicke schwarze Markierungen angezeigt (Abbildung 6.22).

Abbildung 6.22: Markierungen im Debug-Modus
Cache
Unter einem Cache versteht man einen Zwischenspeicher. Ihr Browser hat beispielsweise einen Bildercache, um einmal geladene Bilder aus dem Internet schneller bereitstellen zu können.
Joomla! benutzt einen ähnlichen Mechanismus auf dem Server, um die durch PHP generierten Seiten zwischenzuspeichern. Bei sehr stark frequentierten Seiten kann diese Funktion die Antwortzeiten stark verringern (Abbildung 6.23).

Abbildung 6.23: Konfiguration – System – Cache
Cache: Hier schalten Sie den Cache ein und aus.
Zeit: Hier geben Sie die Zeit in Minuten an, die vergehen muss, bis ein Inhalt aus dem Zwischenspeicher erneuert wird.
Cache-Handler: Hier geben Sie an, ob der Cache Datei- oder Datenbank-basiert sein soll (momentan ist nur der Dateicache implementiert).
Session

Abbildung 6.24: Konfiguration – System – Session
Session-Laufzeit: Wenn Sie sich als Benutzer anmelden, erzeugen Sie eine so genannte Session. Wenn Sie sich nicht abmelden, so wird diese Session nach der hier eingestellten Anzahl von Sekunden gelöscht.
Session-Handler: Hier geben Sie an, ob die Session Datei- oder Datenbank-basiert sein soll. Bei stark frequentierten Websites ist die datenbankbasierte Methode erheblich schneller als die dateibasierte Methode.
Server
In diesem Reiter werden die technischen Daten der Serverumgebung konfiguriert.
Server

Abbildung 6.25: Konfiguration – System - Server
Pfad zum Temp-Ordner: Joomla! erzeugt beispielsweise bei einem Upload temporäre Dateien. Diese müssen irgendwo zwischengespeichert werden, und hier können Sie festlegen, wo.
GZIP-Seitenkompression: Hier können Sie eine Komprimierung der Seiten einschalten. Wenn Browser und Webserver diese Funktion unterstützen, werden die Seiten im ZIP-Format ausgeliefert und im Client-Browser wieder entpackt. Gerade bei langsamen Internetleitungen kann dadurch der Seitenaufbau erheblich schneller vonstatten gehen. Für Server mit hoher Last sollte man diese Option aber nur einschalten, wenn die entsprechenden GZIP-Bibliotheken im Server direkt eingebunden sind. Je nach Serverkonfiguration kann es sogar sein, dass der Server ohne diese Option insgesamt schneller ist!
Fehler berichten: Mit diesen Schaltern werden die PHP-eigenen Fehlerreportmechanismen aktiviert. Dabei wird kein Fehlerprotokoll in eine Datei ausgegeben zwecks späterer Auswertung, sondern die Meldungen erscheinen direkt im Browser!
Option | Beschreibung |
System Standard | Hier wird die Einstellung aus der Konfigurationsdatei php.ini übernommen. |
Keine | Fehler werden nicht protokolliert. Diese Einstellung wird für produktive Sites empfohlen, da so einem Angreifer keine möglichen Angriffspunkte gezeigt werden. |
Einfach | Fehler und Warnungen werden protokolliert. Diese Einstellung entspricht dem Parameter error_reporting (E_ERROR|E_WARNING|E_PARSE). |
Maximum | Fehler, Warnungen und Hinweise werden protokolliert. Diese error_reporting (E_ALL). |
Tabelle 6.4: Fehlerbericht Kategorien
Zeitzone
![]()
Abbildung 6.26: Konfiguration – Server – Zeitzone
Zeitzone: Diese Einstellung kann benutzt werden, um die Zeit anzuzeigen, unter der Ihre Website läuft. Das ist praktisch, wenn beispielsweise der Server, auf dem Joomla! läuft, in den USA steht, die Website aber für Besucher in Deutschland gedacht ist. Die Basis für die Berechnung der Zeit ist UTC9.
FTP
Das File Transfer Protocol (FTP) wird benutzt, um Probleme mit den Sicherheitseinstellungen bei Providern zu umgehen. Sollte es verboten sein, Dateien per PHP hochzuladen, wird auf die FTP-Methode ausgewichen. Tragen Sie hier Ihre Zugangsdaten zum FTP-Server Ihres Providers ein. Das Feld FTP Root verdient eine besondere Erwähnung. Abhängig vom Provider werden Sie nach Ihrer FTP-Anmeldung auf ein bestimmtes Verzeichnis gelinkt. Hier müssen Sie den Pfad Ihrer Joomla!-Installation relativ zum Einstiegspunkt der FTP-Verbindung angeben, beispielsweise /htdocs/joomla150 (Abbildung 6.27).

Abbildung 6.27: Konfiguration – Server – FTP
Datenbank
Hier können Sie die Parameter für Ihre Datenbank ändern. Denken Sie daran, dass Sie Joomla! unbrauchbar machen können, wenn Sie hier einen Schreibfehler eintragen. Sie können dann nicht mehr auf Ihr Backend zugreifen (Abbildung 6.28).

Abbildung 6.28: Konfiguration -Server - Datenbank
Wenn so etwas passiert, können Sie mit einem Texteditor die Datei configuration.php bearbeiten. Alle Einstellungen, die Sie im Menü Site - Konfiguration machen, werden in Variablen in der Datei configuration.php abgespeichert.
Listing 6.1: configuration.php
<?php
class JConfig {
var $dbtype = 'mysql';
var $host = 'localhost';
var $user = 'root';
var $password = '';
var $db = 'joomla150';
var $dbprefix = 'jos_';
// …
// viele weitere Variablen
// ---
}
?>
Mailing
Hier können Sie über die Art und Weise des Joomla!-E-Mail-Versands entscheiden.

Abbildung 6.29: Konfiguration - Server - Mailing
Mailer: Hier können Sie wählen, ob Sie die eingebaute Mail-Funktion von PHP, das Programm sendmail oder ein anderes E-Mail-Konto, beispielsweise bei Yahoo!, Google oder GMX, nutzen wollen.
Mail von (Adresse): Diese E-Mail-Adresse wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails eingetragen.
Von Name: Dieser Name wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails angegeben.
Sendmail-Pfad: Falls Sie anstelle der PHP-Mail-Funktion das auf vermutlich allen Linux-Servern verfügbare Programm sendmail benutzen wollen, müssen Sie hier den Pfad zum Programm eingeben.
SMTP-Auth: Wählen Sie, ob Sie einen externen Mailserver (Yahoo!, GMX, eigener Server) benutzen wollen.
SMTP-User: Ihr Benutzername bei diesem E-Mail-Provider
SMTP-Passwort: Ihr Passwort bei diesem E-Mail-Provider
SMTP-Host: Der SMTP-Server dieses E-Mail-Providers
Abmelden
Durch einen Klick auf diesen Menüpunkt melden Sie sich im Backend ab und gelangen automatisch auf das Frontend.
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2.1 Client-Server-System
Submitted by Hagen Graf on 17. December 2007 - 11:02Client-Server-System
Unter einem Client-Server-System versteht man eine Netzwerkstruktur, bei der Dienste von einem zentralen Server angeboten werden, auf die beliebig viele Arbeitsstationen (Clients) zugreifen können. Der Server ist für die Bereitstellung des Dienstes zuständig. Der Client kann mit dem Server kommunzieren und bietet die eigentliche Benutzeroberfläche. Der Client ist ein Internetbrowser. Die Server heißen in unserem Fall Apache und MySQL.
Ablauf eines Zugriffs auf eine Joomla!-Website im Internet
Um eine grobe Vorstellung von den Vorgängen hinter den Kulissen zu bekommen, hier eine vereinfachte Auflistung der Abläufe, um von einem Computer auf eine Joomla!-Website zugreifen zu können:
Internetverbindung über einen Provider herstellen.
Die gewünschte Website-Adresse (URL) im Browser aufrufen.
Der Browser nimmt Kontakt mit dem Webserver auf.
Der Webserver schickt eine Anfrage an den auf den Server installierten PHP-Sprach-Interpreter. Der ruft die Joomla!-PHP-Dateien auf und interpretiert sie.
Der PHP-Interpreter fordert die benötigten Daten bei der Datenbank an.
Der PHP-Interpreter erzeugt je nach Template HTML- oder XHTML-Code und gibt ihn an den Webserver weiter.
Der Webserver liefert die »Seite« bzw. den generierten Code an den Browser des Clients.
Der Browser »entdeckt« in der ihm angelieferten Seite Verweise auf CSS- und andere Dateien (Bilder, Flash-Elemente ...) und fordert diese separat beim Webserver an.
Während des Ladens aller benötigten Ressourcen versucht der Browser, die Seite zu »parsen« und zu »rendern«, also auseinanderzunehmen und möglichst gut darzustellen.
Sie sehen schon an diesen Abläufen, dass die Darstellung einer Joomla!-Website aus vielen Schritten besteht, die teilweise nichts mit Joomla! zu tun haben.
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