Konfiguration
A.8 Sicherheit ohne globale Variablen
Submitted by Hagen Graf on 7. January 2008 - 17:25Ältere Versionen von Mambo und Joomla! verlangten standardmäßig eine PHP-Einstellung mit dem Namen register_globals = on. Bei diesem Schalter geht es um die Sichtbarkeit globaler Variablen, die unter anderem von außen per Formular oder GET-String in die Programme gelangen können.
Diese Einstellung birgt grundsätzliche Sicherheitsprobleme, und es ist besser, wenn Sie die Einstellung register_globals = off verwenden. Obwohl dieser Schalter Sie nicht vor allen Problemen schützt, hilft er doch schon ungemein, die Sicherheit zu erhöhen.
Es war und ist möglich, diese Einstellung auch in älteren Mambo- und Joomla!-Versionen zu verwenden. Seit Joomla! 1.0.11 wird sogar im Administrator Interface mit einer deutlichen Warnmeldung auf die on-Variante hingewiesen und die off-Einstellung empfohlen.
Bei Joomla! 1.5.x ist, wie bereits in Joomla! 1.0.11, standardmäßig register_globals = off vorgesehen. Der Kern von Joomla! wird sicher und stabil mit dieser Einstellung funktionieren.
Zu Thema Sicherheit finden Sie ebenfalls Hinweise auf der joomla.org-Website. Es gibt für Joomla! 1.0 eine Administrator's Security Checklist, die auch komplett für Joomla! 1.5 gilt 4.
Exkurs
Bezüglich Ihrer Erweiterungen müssen Sie herausbekommen, ob diese ebenfalls mit der Einstellung funktionieren. Zum heutigen Zeitpunkt benutzen manche Erweiterungen noch globale Variablen. Seit dem Erscheinen von Joomla! 1.0.11 (September 2006) sind allerdings auch viele Kunden durch die deutliche Hinweismeldung auf das Problem aufmerksam geworden, und so werden die betroffenen Erweiterungen vermutlich schnell angepasst.
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16.3 Technische Umsetzung - Teil 1
Submitted by Hagen Graf on 1. January 2008 - 17:01Herr Bertrand will, solange seine Kinder mit dem Sammeln der Materialien unterwegs sind, schon mal die Struktur der Website vorbereiten.
16.3.1 Lokale Installation
Er installiert sich ein lokales Joomla! in einer XAMPP lite-Umgebung, wie in Kapitel 3 beschrieben. Diesmal nicht im Unterverzeichnis [PfadzuJoomla]/Joomla150, sondern im Unterverzeichnis [PfadzuJoomla]/bertrand.
Die Verbindungsdaten für den MySQL-Server sind:
- Hostname: localhost
- Benutzername: root
- Passwort: kein Passwort (leer lassen)
- Datenbankname: bertrand
Die Installation findet ohne Beispieldaten statt, da Herr Bertrand ja seine eigenen Inhalte einstellen will. Er lädt die Daten im sechsten Installationsschritt durch einen Klick auf den entsprechenden Button. Die Benutzerführung ist hier etwas missverständlich. Der Radio-Button neben der Schaltfläche Beispieldaten installieren ist standardmäßig aktiv. Ohne Klick auf den Button werden die Daten jedoch nicht installiert (Abbildung 16.3).

Abbildung 16.3: Joomla!-Installation – Konfiguration
Er klickt auf den Button Weiter. Der Installer erzeugt ein »leeres« Joomla!. In der Fenstertitelleiste sieht er bereits den Namen Les Vins de Bertrands (Abbildung 16.4).

Abbildung 16.4: Website ohne Beispieldaten
So ganz leer ist die Website noch nicht. Herr Bertrand wechselt jetzt in den Administrationsbereich in das Menü Erweiterungen - Module. Hier sieht er ein aktiviertes Modul mit dem Namen Main Menu (Abbildung 16.4).

Abbildung 16.5: Aktiviertes Modul
Herr Bertrand stellt sich sofort die Frage »Hm, wo sind denn die ganzen anderen Systemmodule, wie beispielsweise das Login-Modul?«. Ein kurzer Klick auf das Icon New beruhigt ihn wieder. Hier können diese Module bei Bedarf erzeugt werden (Abbildung 16.6).

Abbildung 16.6: Neue Module erzeugen
Spracheinstellungen
Herr Bertrand stellt die Sprache von Frontend und Backend auf Deutsch um, wie in Kapitel 4.1.1 auf Seite 87 beschrieben. Nach der Umstellung sind die statischen Texte auf der Website und im Administrationsbereich ins Deutsche übersetzt.
Die ersten Beiträge
Jetzt kommt die Struktur. Herr Bertrand möchte seine Nachrichten in Blogform auf der Startseite der Website haben. Er möchte zunächst drei Nachrichten anlegen, um zu sehen, wie es aussieht. Die Nachrichten müssen nicht kategorisiert werden. Er geht in das Menü Inhalt - Beiträge - Neu und legt drei Nachrichten an. Dort, wo der Weiterlesen-Link erscheinen soll, positioniert er den Cursor und klickt unter dem Editor auf den Button Weiterlesen. Eine rote Linie wird eingefügt. Bereich und Kategorie sind nicht kategorisiert, bei Frontpage kreuzt er Ja an (Abbildung 16.7).

Abbildung 16.7: Erstellen einer Nachricht
Die drei Nachrichten (Beiträge) erscheinen auf der Website und im Menüpunkt Inhalt Startseite Beiträge. Herr Bertrand schaltet mal das Beez-Template unter Erweiterungen Templates ein (Abbildung 16.8).

Abbildung 16.8: Startseite mit drei Beiträgen in beez
Herr Bertrand möchte unter der Überschrift nur das Datum der Erstellung der Nachricht haben. Den Namen des Erstellers und das Aktualisierungsdatum möchte er ausblenden. Da er bis auf Weiteres der Einzige sein wird, der hier Beiträge einstellt, ändert er die Einstellungen im Menü Inhalt Beiträge Voreinstellungen im Feld Autoren-Namen und in den beiden Datumsfeldern darunter (Abbildung 16.9).

Abbildung 16.9: Konfiguration der Inhalte
Die Startseite entspricht jetzt seinen Wünschen. Joomla! erstellt automatisch ein RSS-Newsfeed für diese Nachrichten und zeigt es im Internet Explorer ab der Version 7 und im Firefox-Browser im URL-Feld durch ein orangefarbenes Symbol an. Ein Klick auf dieses Symbol veranlasst Firefox, ein dynamisches Lesezeichen hinzuzufügen (Abbildung 16.10).

Abbildung 16.10: Einbinden eines Newsfeeds in Firefox
Immer wenn Herr Bertrand jetzt einen neuen Beitrag für die Startseite schreibt, taucht dieser Beitrag sofort in seinem Browser auf. Das funktioniert natürlich auch in beliebigen anderen Feedreader-Programmen. Mittlerweile setzt sich das Konzept der Feeds auch auf mobilen Geräten wie Telefonen und PDAs durch. Herr Bertrand hofft, dass viele Kunden seine Nachrichten abonnieren und dadurch auf seine Angebote aufmerksam werden (Abbildung 16.11).

Abbildung 16.11: Die Beiträge als Feed in der Lesezeichen-Symbolleiste
Impressum
In Deutschland ist das Impressum aus rechtlichen Gründen sehr wichtig. Laut Telemediengesetz vom März 2007 muss es verschiedene Informationen enthalten. Dem Besucher der Website muss es möglich sein, zu erkennen, wer inhaltlich für die Website verantwortlich ist3.
Im Falle von Herrn Bertrand sieht ein Impressum folgendermaßen aus:
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite:
Fa. Bertrand
Musterstraße 1
12345 Musterhausen
Musterland
E-Mail: bertrand@cocoate.com
Telefon: 0123 4567-89
Da die Seite gewerblich genutzt wird, muss er auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben.4
Er legt wieder einen nicht kategorisierten Inhalt über das Menü Inhalt - Beiträge - Neu an. Dieses Mal veröffentlicht er ihn nicht auf der Frontpage. Der Link zum Impressum muss jetzt ins Main Menu. Herr Bertrand geht ins Menü Menüs - Main Menu - Neu. Der Menüeintragsassistent startet. Er wählt Beitrag Standard Beitrag Layout aus (Abbildung 16.12)

Abbildung 16.12: Ein Beitrag in das Menü bringen
Herr Bertrand verzweigt in die Bearbeitungsmaske des neuen Menüeintrags, trägt den Namen des Links ein (Impressum) und muss jetzt noch in Menüeintrag Parameter den gewünschten Artikel auswählen (Abbildung 16.13).

Abbildung 16.13: Erstellung des Impressum-Links
Nach einem Klick auf den Button Auswahl erscheint ein Auswahlfenster mit allen Beiträgen (Abbildung 16.14).

Abbildung 16.14: Auswahl des Beitrages für den Menülink
Herr Bertrand klickt auf den Beitrag Impressum, das Auswahlfenster schließt sich, und der Menüeintrag ist komplett. Ein letzter Klick auf das Icon Speichern sorgt dafür, dass der Link auch im Menü landet. Jetzt muss Herr Bertrand noch darauf achten, dass der Link aktiviert ist (rotes Kreuz oder grüner Haken). Die Veröffentlichung bezieht sich hier auf den reinen Menülink, nicht auf den Beitrag. Mit den grünen Pfeiltasten kann der Link positioniert werden (Abbildung 16.15).

Abbildung 16.15: Impressum im Menübereich
Auf der Website sieht es dann aus wie in Abbildung 16.16.

Abbildung 16.16: Impressum auf der Website
Herr Bertrand möchte jetzt noch den Erstellungstag und die Druck-, PDF- und E Mail-Icons ausblenden. Dazu ruft er erneut den Impressum-Beitrag auf (Inhalt - Beiträge - Impressum) und ändert in den erweiterten Parametern die Werte für das PDF-, E-Mail- und Druck-Icon auf Verstecken (Abbildung 16.17).

Abbildung 16.17: Feinheiten im Impressum
Jetzt ist das Impressum komplett, und Herr Bertrand macht sich an die Struktur der Menülinks für die restlichen Seiten.
16.3.2 Menü- und Linknamen ändern, Modul erstellen
Momentan gibt es ein Menü mit dem Namen Main Menu mit einem Link Home und einem Link Impressum. Außerdem möchte Herr Bertrand noch einen Login-Bereich haben.
Aus Main Menu soll Hauptmenü werden, das Login-Formular soll Anmeldung heißen, und aus Home soll Startseite werden. Herr Bertrand ändert die Bezeichnungen für das Main Menu im Menü - Erweiterungen - Module - Main Menu und dort im Feld Titel. Das Login-Formular muss erst erstellt werden (Erweiterungen - Module - Neu – Abbildung 16.18). Den Titel des Login-Formular-Moduls ändert er gleich bei der Erstellung auf Anmeldung.

Abbildung 16.18: Modul Anmeldung erstellen
Den Titel des Home-Links ändert er in Menüs - Main Menu - Home. Bei der Gelegenheit fällt ihm auf, dass auf der Startseite immer noch Welcome to the Frontpage steht. Diesen Text blendet er erst mal unter den Systemparametern aus.
16.3.3 Menüstruktur
Herr Bertrand möchte drei Menüs haben. Ein Hauptmenü, ein oberes horizontales Menü und ein Benutzermenü für angemeldete Benutzer.
Struktur Hauptmenü
Im Hauptmenü soll die gesamte Struktur der Seite sichtbar sein:
- Startseite - Nachrichten
- Die Weine - Allgemeiner Text
-- Weißwein - Produktbeschreibung mit Kaufmöglichkeit
-- Rotwein - Produktbeschreibung mit Kaufmöglichkeit
-- Roséwein - Produktbeschreibung mit Kaufmöglichkeit
- Terroir - Allgemeiner Text
-- Am Hang – Beschreibung mit Link zum Wein
-- Am Meer – Beschreibung mit Link zum Wein
-- In der Ebene – Beschreibung mit Link zum Wein
- Impressionen – Galerie-Komponente mit Bildern der Weinlese
- Angebote – spezielle Angebote im Benutzerbereich
- Kontakt
- Impressum
Struktur Oberes Menü
Das obere Menü soll einen schnellen Zugriff auf die vier Kernthemen geben. Wenn jemand im oberen Menü auf einen Link klickt, sollen sich im Hauptmenü die zu diesem Link gehörenden Links ebenfalls öffnen.
- Weine - Allgemeiner Text
- Terroir - Allgemeiner Text
- Impressionen – Galerie-Komponente mit Bildern der Weinlese
- Kontakt
Struktur Benutzermenü
Nach einer Benutzerregistrierung und dem erfolgreichen Anmelden über das Login-Modul sollen registrierte Benutzer die Möglichkeit haben, spezielle Angebote wahrzunehmen. Hinter der Registrierung steckt die Idee, langfristig einen näheren Kundenkontakt aufzubauen. Angezeigt werden soll eine regelmäßig aktualisierte Seite mit einem günstigen Weinangebot und einer Kaufmöglichkeit. Über den Link Download will Herr Bertrand registrierten Benutzern Zugriff auf seine eingescannten Dokumente geben.
- Angebote
- Download
- Abmelden
Anlegen der Texte und der Menülinks im Hauptmenü
Alle Texte bis auf das Kontaktformular und die Galerie sind zunächst nicht-kategorisierte Inhalte, die Herr Bertrand im Menü Inhalt - Beiträge anlegt. Er achtet darauf, dass die Inhalte nicht auf der Startseite (Frontpage) angezeigt werden. Alle Beiträge sollen die drei Icons PDF, E-Mail und Druck anzeigen, nicht aber das Erstellungsdatum.
Nachdem er alle Beiträge angelegt hat, wechselt er zur Erstellung der Menülinks. Um Weißwein, Rotwein und Roséwein auf die zweite Menüebene zu bekommen, muss als übergeordneter Eintrag Die Weine ausgewählt werden (Abbildung 16.19).

Abbildung 16.19: Links auf der zweiten Menüebene
In Menüs - Main Menu sieht ein baumartiges Menü aus wie in Abbildung 16.20. Der Name Main Menu bleibt intern übrigens erhalten. Nur der Titel von Main Menu ist jetzt Hauptmenü.

Abbildung 16.20: Baumartige Struktur der Menüs
Kontaktlink
Herr Bertrand möchte die in Joomla! integrierte Kontakt-Komponente für sein Kontaktformular benutzen. Er benötigt zunächst eine Kategorie mit dem Namen Fa. Bertrand, die er über den Menüpunkt Komponenten - Kontakt - Kategorien anlegt (Abbildung 16.21).

Abbildung 16.21: Neue Kontaktkategorie
Im Reiter Kontakte legt er, wie in Kapitel 9.2 auf Seite 173 beschrieben, zunächst sich selbst als Kontakt an. Langfristig kommen hier vielleicht noch mehr Kontakte zusammen. Momentan sollte ein zentrales Formular ausreichen (Abbildung 16.22).

Abbildung 16.22: Neuer Kontakt
Jetzt fügt er noch den Kontaktlink in das Hauptmenü ein. Er klickt dazu auf Menüs - Main Menu - Neu. Im Menüeintragsassistent klickt Herr Bertrand auf Kontakte - Standard Kontakt Layout und landet in der Bearbeitungsmaske für den neuen Menüeintrag. Im Parameterbereich werden ihm jetzt die zur Verfügung stehenden Kontakte angezeigt. Momentan ist das natürlich nur er selbst. Er markiert seinen Namen und klickt auf das Icon Speichern (Abbildung 16.23).

Abbildung 16.23: Kontakt Menülink
Jetzt muss er in Menüs - Main Menu den Kontaktlink noch veröffentlichen und an der richtigen Stelle positionieren.
Auf der Website erscheinen jetzt hinter dem Link Kontakt die Daten von Herrn Bertrand und ein Formular, in das ein Besucher seine Frage schreiben kann.
Oberes Menü
Das Hauptmenü ist nun bis auf die Einbindung der Galerie-Komponente komplett. Jetzt erstellt sich Herr Bertrand ein »oberes Menü«. Im Menübereich wählt er Menüs aus und klickt auf das Icon Neu. Er nennt das neue Menü Top Menü (Abbildung 16.24).

Abbildung 16.24: Neues Menü erstellen
Das Menü muss jetzt noch unter Erweiterungen Module auf die Position user3 gesetzt und aktiviert werden. Herr Bertrand muss keine Rücksicht auf den Titel nehmen, da dieser bei den horizontalen Menüs in der Regel nicht angezeigt wird (Abbildung 16.25).

Abbildung 16.25: Positionierung des neuen Menüs
Die gewünschten Links kann er sich aus dem Main Menu in das Top Menü kopieren. Er geht dazu auf Menüs - Main Menu, markiert die Links Die Weine, Terroir und Kontakt und klickt auf das Icon Kopieren (Abbildung 16.26).

Abbildung 16.26: Menüeinträge kopieren
Die Links wurden kopiert. Er schaut schnell auf die Website, um das Ergebnis zu überprüfen. Die Links sind richtig auf der Website angekommen und werden im oberen Menü angezeigt. Wenn sie angeklickt werden, wird auch der richtige Beitrag angezeigt. Im Hauptmenü öffnet sich jedoch nicht das entsprechende Untermenü. Beim Ausprobieren bemerkt er in der URL unterschiedliche Werte für die ItemID. Wenn er den Wert für die ItemID aus dem Hauptmenü nimmt und per Hand in der URL im Browser verändert, verhält sich der Link wie gewünscht, und die untergeordneten Links werden im Hauptmenü sichtbar.
Herr Bertrand überlegt eine Weile und beschließt, die Top Menu-Links als URLs zu realisieren. Er will die zwei Links zu Die Weine und Terroir aus dem Hauptmenü ins Top Menu bringen.
Dazu geht er auf Menüs - Top Menu - Die Weine und klickt in der Bearbeitungsmaske auf den Button Typ ändern und im darauf folgenden Menüeintragsassistent auf Externer Link (Abbildung 16.27).

Abbildung 16.27: Menüeintragstyp ändern
Jetzt ist das Feld Link nicht mehr grau hinterlegt, sondern beschreibbar. Er fügt den entsprechenden Link ein. Bei Herrn Bertrand sind das für
- die Weine der Link index.php?option=com_content&view=article&id=5&Itemid=4 und für
- die Terroir der Link index.php?option=com_content&view=article&id=9&Itemid=8.
Vor index.php sollte kein / (Slash) stehen. In unserem Fall würde so das Dokumentenverzeichnis des Apache Webservers angesprochen, und die XAMPP lite-Startseite würde erscheinen. Ein relativer Link enthält nicht die vollständige Angabe des Links und wird immer in Ergänzung des jeweiligen Aufrufortes als Vervollständigung angesehen. Zieht man zum Beispiel einen Internetauftritt auf eine andere Domain um, stimmen alle relativen Links sofort wieder. Hätte man alle als absolute Links (mit Slash) geschrieben, müssten zuerst alle Links verändert werden. Die ItemIds können bei Ihnen natürlich andere Werte als bei Herrn Bertrand haben.
4 Genau genommen gibt es hier noch einige andere Pflichteinträge – aber das lesen Sie am besten unter http://de.wikipedia.org/wiki/Impressum#Impressum_im_Internet nach und entscheiden selbst, was für Sie zutrifft.
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6.4 Konfiguration
Submitted by Hagen Graf on 18. December 2007 - 9:22Der Arbeitsbereich Konfiguration ermöglicht es, alle Einstellungen zu setzen, die für die gesamte Website gelten. Die Werte der Variablen werden in der Datei configuration.php gespeichert. In dieser Datei stehen beispielsweise lebenswichtige Dinge wie die Zugangsdaten zum Datenbankserver, aber auch eher „kleinere“ Parameter wie die voreingestellte Listenlänge bei Listanzeige. Der Arbeitsbereich selbst ist aufgeteilt in drei Karteireiter (Abbildung 6.11).
Site
System
Server
Site
Der Bereich Site ist nochmals optisch unterteilt in drei Bereiche:
Site
Metadaten
SEO

Abbildung 6.11: Konfiguration - Site - Site
Site Offline: Wenn Sie beispielsweise Änderungen an Ihrer Website vornehmen und ihre Benutzer darauf hinweisen wollen, können Sie hier das entsprechende Verhalten »einschalten«.
Offline-Nachricht: Der hier eingegebene Text wird auf Ihrer Website im oberen Bereich angezeigt, wenn sie »offline« ist. Probieren Sie es mal aus. Stellen Sie Site Offline auf Ja, klicken Sie auf das Icon Anwenden und rufen Sie dann die Website auf. Die Website ist nicht mehr erreichbar. Für den Administratorbereich berechtigte Benutzer (Rechte > Manager) können sich jedoch noch einloggen (Abbildung 6.12).

Abbildung 6.12: Wartungsmeldung auf der Website
Site-Name: Der Name der Seite, den Sie bei der Installation eingegeben haben. Er taucht beispielsweise in der Kopfzeile des Browsers wieder auf, als Absender von System-E-Mails, auf dem Newsfeed und an verschiedenen anderen Stellen, die mit der leichten Erkennung Ihrer Website zu tun haben.
Standard-WYSIWYG-Editor: WYSIWYG ist die Abkürzung für What you see is what you get oder (wie böse Zungen behaupten, sehr viel näher an der Realität) Du hast es so gewollt, da hast du es! Der Begriff stammt aus den Anfängen grafischer Benutzeroberflächen, als es erstmals möglich war, Texte in einer Textverarbeitung zu schreiben und beim Schreiben zu sehen, wie das fertige Ergebnis nach dem Druck aussehen wird. Heute geht es weniger um das Drucken, sondern mehr um die Darstellung auf Ihrer Website.

Abbildung 6.13: WYSIWYG-Editor TinyMCE
Im Internet füllen Sie normalerweise Formulare aus ohne die Möglichkeit einer Formatierung. Die Formatierung erfolgt über HTML-Tags oder programmspezifische Kürzel. Ein WYSIWYG-Editor ist komfortabler, da Sie hier wie in einer Textverarbeitung nur auf die entsprechenden Icons klicken müssen. In den Textfeldern, in denen Formatierungen benötigt werden, wird dieser Editor automatisch eingeblendet (Abbildung 6.13). Er funktioniert unter allen gängigen, aktuellen Browsern. Joomla! bietet die Möglichkeit, auch andere HTML-Editoren einzubinden wie beispielsweise XStandard lite (siehe Kapitel 6.2.3).
Standardmäßig wird momentan der Editor TinyMCE benutzt5.
Listenlänge: Auf Ihrer Website tauchen immer wieder Listen auf, beispielsweise News und Links. Hier stellen Sie ein, wie viele Einträge eine Liste standardmäßig haben soll.
Metadaten
In diesen Bereich finden Sie die Einstellungen der Metadaten (Abbildung 6.14).

Abbildung 6.14: Konfiguration – Site – Metadaten
Metadaten sind Daten über Daten, also beispielsweise eine Beschreibung Ihrer Website. Metadaten spielen bei Suchmaschinen eine Rolle und sind im XHTML-Standard beschrieben. Wie groß die wirkliche Rolle der Metadaten beispielsweise beim Ranking in Suchmaschinen ist, ist umstritten. Trotzdem stellen Metadaten einen guten Weg dar, in kurzen und klaren Worten Ihre Website zu beschreiben. Wenn Sie in den HTML-Quellcode einer Joomla!-Seite schauen, sehen Sie im oberen Bereich die folgenden Metatags:
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8" /> <meta name="robots" content="index, follow" /> <meta name="keywords" content="joomla, joomla!, Joomla, Joomla!, J!" /> <meta name="description" content="Joomla! - dynamische Portal-Engine und Content-Management-System" /> <meta name="generator" content="Joomla! 1.5 - Open Source Content Management" />
Globale Site Meta Beschreibung: Diese Beschreibung des Seiteninhaltes wird bei der Anzeige von Suchmaschinenergebnissen oft ausgegeben. Diesem Tag sollte man daher besondere Aufmerksamkeit schenken, denn anhand dieser Information entscheidet der Suchende oft, ob er Ihre Seite besucht oder nicht. Sie können weitere Beschreibungen auf jeder Inhaltsseite individuell zur globalen Beschreibung hinzufügen.
Globale Site Meta Schlüsselwörter: Schlüsselwörter oder Keywords sind die zentralen Bedeutungen eines Dokuments. Sie sollten hier die wichtigsten Begriffe Ihrer Website auflisten. Manche Suchmaschinen suchen besonders in den Keywords. Die einzelnen Wörter werden durch Kommata getrennt, mehrere Wörter lassen sich zwischen zwei Kommata mit normalen Leerzeichen eintragen. Die Schlüsselwörter sollten auf max. 1.000 Zeichen begrenzt werden, mehr werden nicht ausgelesen. Beachten Sie, dass die Verwendung weniger Schlüsselbegriffe dem einzelnen Begriff zu einer höheren Wertigkeit in der Suchmaschine verhelfen kann. Überlegen Sie, welche die meistgebrauchten Schlüsselwörter sind und nach welchen am ehesten gesucht wird6. Sie können weitere Schlüsselwörter auf jeder Inhaltsseite individuell zu den globalen Schlüsselwörtern hinzufügen.
Zeige Titel Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Inhaltstitel als Metatag eingeblendet, beispielsweise <meta name="title" content="Welcome to Joomla!" />.
Zeige Autor Meta Tag: Bei einzelnen Inhaltsseiten wird der Name des Autors als Metatag angezeigt, beispielsweise <meta name="author" content="Administrator" />.
SEO (Search Engine Optimization)
In diesem Bereich geht es um suchmaschinenfreundliche URLs (Abbildung 6.15).

Abbildung 6.15: Konfiguration – Site – SEO
Normalerweise sieht eine URL von Joomla! etwa so aus:
http://www.example.com/joomla150/index.php?option=com_contact&Itemid=3
Solche URLs werden von Suchmaschinen normalerweise nicht gespeichert, weil die Suchmaschine davon ausgeht, dass sich der Inhalt dynamisch aufbaut und vermutlich bald ändert.
Suchmaschinenfreundliche URLs: Mit diesem Schalter können Sie aus einer dynamischen URL eine suchmaschinenfreundliche URL machen. Wenn Sie den Schalter auf Ja stellen, sollte der Link etwa so aussehen:
http://localhost/joomla150/Kontakt
mod_rewrite nutzen: Mit diesem Schalter aktivieren Sie das Modul mod_rewrite. Das Prinzip beruht auf einer Funktion des Apache Webservers. Mit seiner Rewrite Engine kann er URLs beliebig manipulieren. Außer dem Schalter müssen Sie auch noch die Datei htaccess.txt im Joomla!-Verzeichnis in .htaccess umbenennen. Unter Windows ist eine solche Umbenennung nur mit bestimmten Programmen wie beispielsweise dem Editor Ultraedit7 oder in der Kommandozeile mit dem Befehl
rename htaccess.txt .htaccess
möglich. Unter Linux funktioniert die Umbenennung problemlos, die Datei wird aber anschließend meist nicht mehr in Ihrem FTP-Client angezeigt (abhängig von der Serverkonfiguration). Außerdem kann es sein, dass der Provider .htaccess-Dateien nicht zulässt, da sie ein Sicherheitsrisiko für den Webserver darstellen können.
Exkurs
Um auch unter Windows mit XAMPP in den Genuss von suchmaschinenfreundlichen URLs zu kommen, müssen Sie die Datei
[LW]:\xampplite\apache\conf\httpd.conf
editieren. Öffnen Sie die Datei unter Windows mit einem Programmiereditor oder mit WordPad und suchen Sie nach der Zeile
#LoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.so
entfernen Sie das Doppelkreuz vor
LoadModule rewrite_module modules/mod_rewrite.so
und speichern Sie die Datei. Danach starten Sie den Apache Webserver über das XAMPP lite Control Panel neu. Jetzt sollten die suchmaschinenfreundlichen Links funktionieren.
Suffix an URLs anhängen: Hier wird an die URL nach einer Dateierweiterung ein .html angehängt, damit die Seite aussieht wie eine HTML-Seite. Der Effekt auf Suchmaschinen ist jedoch umstritten.
System

Abbildung 6.16: Konfiguration – System – System
Geheimes Wort: Bei der Installation von Joomla! wird hier eine Zufallsfolge von Zeichen erzeugt, bei der es sich um eine Art Stempel handelt. Dieses geheime Wort wird im Zusammenhang mit der XML-RPC-Schnittstelle gebraucht. Damit soll in Zukunft sichergestellt werden, dass nur registrierte bzw. autorisierte Remote-Systeme über diese Schnittstelle zugreifen dürfen.
Pfad zum Protokoll-Ordner: Wenn Sie die Joomla!-Protokollierung nutzen wollen, müssen Sie natürlich einen Pfad angeben. Der Pfad wird standardmäßig vorgegeben und kann hier geändert werden. Der Pfad sollte außerhalb des öffentlich zugänglichen Pfades liegen, also außerhalb Ihres Dokumentenverzeichnisses htdocs.
Web-Services aktivieren: Joomla! ist standardmäßig mit einer xmprpc-Schnittstelle ausgerüstet. Diese Schnittstelle stellt Services bereit, die hier aktiviert und deaktiviert werden können. Ausgehende XML-RPC-Verbindungen sind davon nicht betroffen, nur eingehende!
Hilfeserver: An dieser Stelle legen Sie den Standardhilfeserver fest. Sie können für jedes Benutzerkonto einen anderen Hilfeserver konfigurieren.
Exkurs
Es ist auch möglich, einen lokalen Hilfeserver anzusprechen. Auf diesem lokalen Hilfeserver müssen die Hilfetexte in der gewünschten Sprache (in unserem Fall Deutsch de-DE) im Verzeichnis C:\xampplite\ htdocs\Joomla150\administrator\help\de-DE abgelegt sein. Momentan gibt es keine automatische Installation dieser Hilfetexte. Die Texte an sich werden vom deutschen Übersetzungsteam erstellt.
Benutzer
In diesem Bereich finden Sie globale Einstellungen für die Benutzerkonten (Abbildung 6.17).

Abbildung 6.17: Konfiguration – System – Benutzer
Registrierung erlauben: Hier können Sie wählen, ob Sie eine eigene Registrierung von Benutzern zulassen wollen oder nicht. Wenn Sie beispielsweise eine Firmen-Website betreiben, könnten Sie Ihren Mitarbeitern ein Benutzerkonto anlegen, es aber verbieten, dass sich Besucher der Website selbst ein Konto erstellen. Bei einer Community-Website ist es dagegen erwünscht, dass sich die Benutzer selbst anmelden.
Benutzergruppe neuer registrierter Benutzer: Hier können Sie festlegen, welche Benutzergruppe bei der Registrierung dem Benutzer zugeordnet wird. Die Bedeutung der Benutzergruppen finden Sie in Tabelle 6.1 und Tabelle 6.2.
Kontoaktivierung neuer Benutzer: Um eine gewisse Sicherheit vor Programmen zu bieten, die automatisiert auf Ihrer Seite 20.000 Benutzerkonten anlegen, können Sie eine separate Aktivierung verlangen. Der Benutzer erhält nach seiner Registrierung einmalig eine E-Mail an die von ihm angegebene Adresse. In dieser E-Mail befindet sich ein Link zum Freischalten des Kontos. Nach der Freischaltung kann er sich normal anmelden.
Parameter im Frontend: Hier können Sie festlegen, ob die Benutzer ihre Sprach- und Zeitzonen-Einstellungen selbst vornehmen dürfen (Abbildung 6.18).

Abbildung 6.18: Frontend - Eigenes Benutzerkonto
Medien
Hier konfigurieren Sie die Parameter für den Medienbereich. Sie können erlaubte Erweiterungen für die hochzuladenden Dateien sowie Pfade angeben, in denen diese Dateien abgespeichert werden (Abbildung 6.19).

Abbildung 6.19: Konfiguration – System – Medien
Außer den Dateiendungen können Sie auch MIME-Typen8 angeben. Das ist hilfreich, weil dadurch der Inhalt der Dateien auf einer sichereren Basis überprüft werden kann. Falls die benötigten Module in Ihrem Apache Webserver nicht freigeschaltet sind, können Sie mit dem Schalter Uploads einschränken dafür sorgen, das normale Frontend-Benutzer nur Bilder hochladen können.
Die maximale Größe können Sie bis zur von PHP vorgegebenen Maximalgröße (siehe nachfolgender Hinweis) ebenfalls hier angeben.
Exkurs
Die maximale Upload-Größe pro Datei ist letztlich abhängig von der PHP-Konfiguration Ihres Providers. In meinem Fall sind es 16 Mbyte. Größere Dateien müssten Sie per FTP hochladen oder den upload-Wert in der Konfigurationsdatei php.ini entsprechend ändern.
Debug
Wenn Programmierer Fehler suchen, sprechen sie von Debuggen. Diese Bezeichnung ist historisch gewachsen. Ein Bug ist ein Käfer, und vor 50 Jahren waren es tatsächlich Käfer, die es sich an den warmen Röhren eines Computers gemütlich machten und hin und wieder für Kurzschlüsse sorgten. Debugging – Käfer entfernen – war damals also wörtlich zu nehmen. Heute geht es um Fehler in Software-Programmen, beispielsweise um eine nicht funktionierende Datenbankabfrage.

Abbildung 6.20: Konfiguration – System – Debug
Debug System: Nach dem Einschalten dieser Funktion werden unterhalb der Website die Datenbankabfragen angezeigt. Um eine Seite von Joomla! zu erzeugen, sind in diesem Fall 24 Datenbankabfragen notwendig (Abbildung 6.21).
Debug Sprache: Hier beziehen sich die Debug-Meldungen auf die Sprach-Strings. Angezeigt werden die angesprochenen Sprachdateien.

Abbildung 6.21: Debug Mode mit Datenbankabfragen
Damit Sie nicht vergessen, dass Sie sich im Debug-Modus befinden, werden vor und hinter allen Bezeichnungen dicke schwarze Markierungen angezeigt (Abbildung 6.22).

Abbildung 6.22: Markierungen im Debug-Modus
Cache
Unter einem Cache versteht man einen Zwischenspeicher. Ihr Browser hat beispielsweise einen Bildercache, um einmal geladene Bilder aus dem Internet schneller bereitstellen zu können.
Joomla! benutzt einen ähnlichen Mechanismus auf dem Server, um die durch PHP generierten Seiten zwischenzuspeichern. Bei sehr stark frequentierten Seiten kann diese Funktion die Antwortzeiten stark verringern (Abbildung 6.23).

Abbildung 6.23: Konfiguration – System – Cache
Cache: Hier schalten Sie den Cache ein und aus.
Zeit: Hier geben Sie die Zeit in Minuten an, die vergehen muss, bis ein Inhalt aus dem Zwischenspeicher erneuert wird.
Cache-Handler: Hier geben Sie an, ob der Cache Datei- oder Datenbank-basiert sein soll (momentan ist nur der Dateicache implementiert).
Session

Abbildung 6.24: Konfiguration – System – Session
Session-Laufzeit: Wenn Sie sich als Benutzer anmelden, erzeugen Sie eine so genannte Session. Wenn Sie sich nicht abmelden, so wird diese Session nach der hier eingestellten Anzahl von Sekunden gelöscht.
Session-Handler: Hier geben Sie an, ob die Session Datei- oder Datenbank-basiert sein soll. Bei stark frequentierten Websites ist die datenbankbasierte Methode erheblich schneller als die dateibasierte Methode.
Server
In diesem Reiter werden die technischen Daten der Serverumgebung konfiguriert.
Server

Abbildung 6.25: Konfiguration – System - Server
Pfad zum Temp-Ordner: Joomla! erzeugt beispielsweise bei einem Upload temporäre Dateien. Diese müssen irgendwo zwischengespeichert werden, und hier können Sie festlegen, wo.
GZIP-Seitenkompression: Hier können Sie eine Komprimierung der Seiten einschalten. Wenn Browser und Webserver diese Funktion unterstützen, werden die Seiten im ZIP-Format ausgeliefert und im Client-Browser wieder entpackt. Gerade bei langsamen Internetleitungen kann dadurch der Seitenaufbau erheblich schneller vonstatten gehen. Für Server mit hoher Last sollte man diese Option aber nur einschalten, wenn die entsprechenden GZIP-Bibliotheken im Server direkt eingebunden sind. Je nach Serverkonfiguration kann es sogar sein, dass der Server ohne diese Option insgesamt schneller ist!
Fehler berichten: Mit diesen Schaltern werden die PHP-eigenen Fehlerreportmechanismen aktiviert. Dabei wird kein Fehlerprotokoll in eine Datei ausgegeben zwecks späterer Auswertung, sondern die Meldungen erscheinen direkt im Browser!
Option | Beschreibung |
System Standard | Hier wird die Einstellung aus der Konfigurationsdatei php.ini übernommen. |
Keine | Fehler werden nicht protokolliert. Diese Einstellung wird für produktive Sites empfohlen, da so einem Angreifer keine möglichen Angriffspunkte gezeigt werden. |
Einfach | Fehler und Warnungen werden protokolliert. Diese Einstellung entspricht dem Parameter error_reporting (E_ERROR|E_WARNING|E_PARSE). |
Maximum | Fehler, Warnungen und Hinweise werden protokolliert. Diese error_reporting (E_ALL). |
Tabelle 6.4: Fehlerbericht Kategorien
Zeitzone
![]()
Abbildung 6.26: Konfiguration – Server – Zeitzone
Zeitzone: Diese Einstellung kann benutzt werden, um die Zeit anzuzeigen, unter der Ihre Website läuft. Das ist praktisch, wenn beispielsweise der Server, auf dem Joomla! läuft, in den USA steht, die Website aber für Besucher in Deutschland gedacht ist. Die Basis für die Berechnung der Zeit ist UTC9.
FTP
Das File Transfer Protocol (FTP) wird benutzt, um Probleme mit den Sicherheitseinstellungen bei Providern zu umgehen. Sollte es verboten sein, Dateien per PHP hochzuladen, wird auf die FTP-Methode ausgewichen. Tragen Sie hier Ihre Zugangsdaten zum FTP-Server Ihres Providers ein. Das Feld FTP Root verdient eine besondere Erwähnung. Abhängig vom Provider werden Sie nach Ihrer FTP-Anmeldung auf ein bestimmtes Verzeichnis gelinkt. Hier müssen Sie den Pfad Ihrer Joomla!-Installation relativ zum Einstiegspunkt der FTP-Verbindung angeben, beispielsweise /htdocs/joomla150 (Abbildung 6.27).

Abbildung 6.27: Konfiguration – Server – FTP
Datenbank
Hier können Sie die Parameter für Ihre Datenbank ändern. Denken Sie daran, dass Sie Joomla! unbrauchbar machen können, wenn Sie hier einen Schreibfehler eintragen. Sie können dann nicht mehr auf Ihr Backend zugreifen (Abbildung 6.28).

Abbildung 6.28: Konfiguration -Server - Datenbank
Wenn so etwas passiert, können Sie mit einem Texteditor die Datei configuration.php bearbeiten. Alle Einstellungen, die Sie im Menü Site - Konfiguration machen, werden in Variablen in der Datei configuration.php abgespeichert.
Listing 6.1: configuration.php
<?php
class JConfig {
var $dbtype = 'mysql';
var $host = 'localhost';
var $user = 'root';
var $password = '';
var $db = 'joomla150';
var $dbprefix = 'jos_';
// …
// viele weitere Variablen
// ---
}
?>
Mailing
Hier können Sie über die Art und Weise des Joomla!-E-Mail-Versands entscheiden.

Abbildung 6.29: Konfiguration - Server - Mailing
Mailer: Hier können Sie wählen, ob Sie die eingebaute Mail-Funktion von PHP, das Programm sendmail oder ein anderes E-Mail-Konto, beispielsweise bei Yahoo!, Google oder GMX, nutzen wollen.
Mail von (Adresse): Diese E-Mail-Adresse wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails eingetragen.
Von Name: Dieser Name wird als Absender bei automatisch von Joomla! generierten Mails angegeben.
Sendmail-Pfad: Falls Sie anstelle der PHP-Mail-Funktion das auf vermutlich allen Linux-Servern verfügbare Programm sendmail benutzen wollen, müssen Sie hier den Pfad zum Programm eingeben.
SMTP-Auth: Wählen Sie, ob Sie einen externen Mailserver (Yahoo!, GMX, eigener Server) benutzen wollen.
SMTP-User: Ihr Benutzername bei diesem E-Mail-Provider
SMTP-Passwort: Ihr Passwort bei diesem E-Mail-Provider
SMTP-Host: Der SMTP-Server dieses E-Mail-Providers
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Durch einen Klick auf diesen Menüpunkt melden Sie sich im Backend ab und gelangen automatisch auf das Frontend.
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6 Menü Site
Submitted by Hagen Graf on 18. December 2007 - 9:02Es gibt globale Einstellungen, die für alle einzelnen Seiten und für Ihren Server gelten. Alle diese Einstellungen sind im Menü Site zusammengefasst.
Es gibt hier fünf Menüpunkte (Abbildung 6.1):
Kontrollzentrum
Benutzer
Medien
Konfiguration
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1.3 Struktur eines Web Content Management Systems (WCMS)
Submitted by Hagen Graf on 7. December 2007 - 17:49Am Beispiel von Joomla! werde ich hier kurz die Struktur eines WCMS erläutern.
Front- und Backend
Ein Web Content Management System (WCMS) besteht meist aus einem Frontend und einem Backend. Das Frontend ist die Website, wie sie der Besucher und der dort angemeldete Benutzer sehen.
Das Backend dagegen ist die Verwaltungsanwendung, die im Falle eines WCMS ebenfalls im Internetbrowser abgebildet wird. Im Backend wird von berechtigten Personen konfiguriert, gepflegt, aufgeräumt, werden Statistiken erstellt und oft auch neue Inhalte erzeugt. Das Backend findet man unter einer anderen URL als die Website.
Zugriffsrechte
Immer wenn es um Management geht, geht es um das clevere Verwalten von vorhandenen Ressourcen. In einem WCMS werden den beteiligten Personen User- und Gruppennamen zugeordnet und diese mit unterschiedlichen Zugriffsrechten versehen. Das geht von einem einfachen registrierten Benutzer über einen Autor und Editor bis hin zum Superadministrator, der alles darf. Abhängig von den Rechten erscheint das Frontend dann mit anderen Inhalten, der Möglichkeit, Inhalte direkt auf dem Frontend zu bearbeiten, oder der Benutzer erhält die Erlaubnis, im Backend zu arbeiten.
Inhalte
Inhalte können verschiedener Art sein. Im einfachsten Fall ist es ein Text. Inhalt kann aber auch ein Bild, ein Link, ein Musikstück, ein Schnipsel aus einer Anwendung wie Google Maps oder die Kombination aus allem sein. Um den Überblick über die Inhalte zu behalten, bettet man sie in Strukturen ein, beispielsweise Texte in verschiedene Kategorien. Auch die Kategorien sind natürlich Inhalte, die verwaltet werden müssen. Newsfeeds sind sehr populär geworden, da der Internet Explorer 7 die Lesemöglichkeit von RSS Feeds zum ersten Mal anbot. Heute benutzen immer noch weit über 80% der Menschheit diesen Browser. Mit Newsfeeds besteht die Möglichkeit, Daten aus anderen Quellen zu integrieren. Die Integration, Kategorisierung, Bewertung, das „Mashen“ und die Aktualisierung von Newsfeed-Inhalten spielen eine immer größere Rolle und werden immer mehr zum Klebstoff zwischen unterschiedlichen Websites.
Extensions
Komponenten, Module, Templates und Plugins werden als Extensions (Erweiterungen) bezeichnet. Sie stellen zusätzliche Funktionen bereit, die im Kern von Joomla nicht enthalten sind.
Templates
Ein Template ist eine Art visuelle Schablone, die über die Inhalte gelegt wird. Ein Template definiert die Farben, Schriftarten, Schriftgrößen, Hintergrundbilder, Abstände und Aufteilung der Seite und somit alles, was mit dem Erscheinungsbild der Seite zu tun hat. Ein Template besteht aus mindestens einer HTML-Datei für die Struktur der Seite und einer CSS-Datei für das Design. Es kann aber auch erheblich komplexer in der Struktur sein und Joomla!-Daten barrierefrei oder für einen völlig anderen Zweck aufbereiten.
Plugins
Ein Plugin ist ein Stück Programmiercode, das sich an bestimmte Stellen im Joomla!-Framework »anheftet«, um die Funktionalität zu verändern. Beispielsweise können innerhalb eines Inhaltstextes Plugins genutzt werden, um den Inhalt eines Moduls in einen Text zu laden. Auch bei der Website-weiten Suche werden Plugins benutzt, um Zusatzkomponenten in die Suche zu integrieren. Plugins werden manchmal wie eine Makrosprache in Joomla! genutzt.
Module
Ein Modul ist ein Bereich zusätzlich zum Inhaltsbereich im Frontend, der meistens Daten aus einer Komponente anzeigt. Module können an vordefinierten Stellen (Positionen) im Template angezeigt werden. Module mit Bezug auf die Komponenten werden genutzt, um die Inhalte in der gewünschten Form an anderen Stellen als im Inhaltsbereich im Template zu integrieren. Das Modul Letzte Neuigkeiten liefert beispielsweise die Überschriften der zuletzt über die Content Komponente eingestellten fünf Beiträge an das Template. Ein anderes Modul ermittelt z.B. die Anzahl der User, die gerade online sind und zeigt das Ergebnis an.
Komponenten
Joomla! muss erweiterbar sein und mit den Anforderungen wachsen. Mit dem Begriff Komponenten werden in Joomla! Erweiterungen bezeichnet, die zusätzliche Funktionalität zur Verfügung stellen und meistens über einen eigenen Bereich in der Joomla!-Administration verfügen. Typische Komponenten der vergangenen Jahre sind beispielsweise ein Online-Shop, eine Bildergalerie, ein Newsletter- oder ein Forensystem. Heute spielen Dinge wie Suchmaschinenoptimierung, Benutzerrechte, mehrseitige Formulare und variable Inhaltsstrukturen eine zunehmend größere Rolle.
Komponenten enthalten die Geschäftslogik Ihrer Seite und stellen die Inhalte im Inhaltsbereich (Main Body) der Website dar.
Workflow
Unter Workflow versteht man einen Arbeitsablauf. Der deutsche Dreisatz (stempeln, lochen, abheften) ist ein Beispiel für einen Workflow. Auch ein Rezept zum Backen eines Kuchens ist ein Workflow. Da bei einem CMS meist mehrere Menschen die Inhalte bearbeiten, ist ein gut organisierter Workflow eine echte Hilfe.
Früher sprach man in diesem Zusammenhang auch von Arbeitsvorräten, die ein Benutzer hat. Beispielsweise sieht der Bearbeiter eine Liste von unveröffentlichten Neuigkeiten, die er auf Richtigkeit zu untersuchen hat. Nach der Prüfung schaltet er die Neuigkeiten frei, und sie erscheinen im Arbeitsvorrat des Publishers, der sich nun überlegen muss, ob er die Nachricht auf der Startseite veröffentlicht.
Konfigurationseinstellungen
Hier werden Einstellungen festgelegt, die für die gesamte Homepage gelten. Dazu gehören etwa der Titeltext im Browserfenster, Schlüsselwörter für Suchmaschinen, Schalter, die es erlauben oder verbieten, sich auf der Seite anzumelden, die die gesamte Seite offline oder online schalten, und viele weitere Funktionen.
API
Eine Programmierschnittstelle12 (API) gehört heute zum „guten Ton“. Es muss möglich sein (und ist es auch), Joomla! von anderen Programmen aus anzusprechen und gewissermaßen fernzubedienen. Das ermöglicht ganz neue Anwendungen, die vorher mit Joomla! nicht realisierbar waren. Die API ist das wichtigste Bindeglied zwischen Third Party Extensions Entwicklern und dem Joomla!-Kern.
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