Kapitel 2
2 Installation
Submitted by Hagen Graf on 18. December 2007 - 15:38Die Installation von Joomla! selbst ist eine Sache von fünf Minuten. Wenn Sie es mehrmals
installiert haben, schaffen Sie es auch in drei. In Kapitel 16 haben Sie Gelegenheit,
die Aussage selbst zu überprüfen. Damit die Installation überhaupt möglich ist,
benötigen Sie als lokale Umgebung ihr »eigenes Internet«, bestehend aus einem Webserver,
der PHP unterstützt, und ein von Joomla! unterstütztes Datenbanksystem.
Joomla!-Dateien werden in dieses System kopiert und mit einem Webinstaller eingerichtet.
Man spricht in einer solchen Umgebung auch von einem Client-Server-System.
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Kapitel 2, 3, 4, 5 und 6 sind online
Submitted by Hagen Graf on 18. December 2007 - 8:41pffft .... mehr Arbeit als ich dachte (siehe Blog).
Seit gestern morgen um 8:00 habe ich daran gesessen. Falls Ihr Fehler findet, bitte das Kontaktformular benutzen.
Viel Spaß beim Lesen
Joomla 1.5 - Kapitel 2-6 sind jetzt auch online
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2.7 Joomla!-Installation
Submitted by Hagen Graf on 17. December 2007 - 12:27Um Joomla! installieren zu können, benötigen Sie zunächst den Quellcode. Laden Sie das Paket Joomla_1.5.7-Stable-Full_Package (hängt unten an dem Kapitel als Anhang) und speichern es auf Ihrem System12.
In welches Verzeichnis installieren?
Sie müssen sich überlegen, ob Sie Ihr Joomla! direkt in das Dokumentenverzeichnis installieren wollen oder in ein Unterverzeichnis. Das ist wichtig, weil Sie vermutlich eine möglichst kurze URL zu Ihrer Homepage möchten.
Beispiel
Wenn Sie Joomla! direkt in das Dokumentenverzeichnis Ihres Webservers (/htdocs) auspacken, so startet Ihre Webseite, wenn Sie auf Ihrem lokalen PC http://localhost/ bzw. auf Ihrem Server im Internet Ihren Domainnamen http://www.meinehomepage.de/ aufrufen. Erstellen Sie unterhalb von /htdocs/ noch ein weiteres Verzeichnis, beispielsweise /htdocs/joomla150/ und entpacken das Paket dort, so müssen Sie im Browser http://localhost/joomla150/ eingeben. Lokal ist das kein Problem, auf einer produktiven Seite im Internet sieht das nicht so gut aus.
In Ihrer lokalen XAMPP lite-Umgebung unter Windows liegen bereits einige HTML-Dateien und Unterverzeichnisse in /htdocs, die beispielsweise die Begrüßungsseite von XAMPP lite anzeigen (Abbildung 2.1.6). In Ihrer lokalen Linux-Umgebung wird Ihnen ebenfalls eine Startseite, abhängig von der Distribution und den Webservereinstellungen, angezeigt.
Verzeichnis
Ich schlage daher vor, Sie erstellen sich ein Unterverzeichnis mit dem Namenjoomla150 unterhalb Ihres Dokumentenverzeichnisses. In Windows nehmen Sie dazu den Windows Explorer, in Linux entweder die Shell, den KDE Konqueror oder den Midnight Commander.
[home]/htdocs/joomla150/
Im Windows Explorer sollte Ihr Verzeichnisbaum nun folgendermaßen aussehen (Abbildung 2.1.9):

Abbildung 2.1.9: Joomla!-Dateiverzeichnis
Wenn Sie in Ihrem Browser http://localhost/joomla150/ eingeben, erscheint in der XAMPP lite-Variante eine Seite mit einem leeren Inhaltsverzeichnis (Abbildung 2.1.10).

Abbildung 2.1.10: Apache-Verzeichnisanzeige
Unter Linux oder bei einer anderen Konfiguration kann es sein, dass Sie eine Meldung erhalten, der zufolge Sie keinen Zugriff auf dieses Verzeichnis haben. Das hängt mit der Konfiguration des Webservers zusammen. Aus Sicherheitsgründen ist die automatische Verzeichnisanzeige in der Apache-Konfiguration oft deaktiviert. Ein potenzieller Angreifer könnte aus diesen Informationen viele interessante Schlüsse über die Verzeichnisstruktur und die Dateien auf Ihrer Homepage ziehen und sie dann gezielt angreifen.
Auf virtuellen Webservern bei Providern dürfen Sie auf die Konfigurationsdatei des Apache Webservers aus Sicherheitsgründen meistens nicht zugreifen. Falls doch, sollten Sie aus oben genannten Gründen die Inhaltverzeichnisse deaktiviert lassen bzw. nur für bestimmte Verzeichnisse einschalten, in denen Sie Dateien zum Download anbieten.
Entpacken
Jetzt können Sie endlich das Dateipaket Joomla_1.5.7-Stable-Full_Package.zip (hängt unten an dem Kapitel als Anhang) in das vorbereitete Verzeichnis auspacken (Abbildung 2.1.11). Unter Windows XP und Windows Vista können Sie dieses Paket direkt mit dem Datei-Explorer auspacken. Unter allen anderen Windows-Versionen benötigen Sie ein separates Packprogramm wie beispielsweise das freie Programm TUGZip13.

Abbildung 2.1.11: Joomla!-Quellcode-Dateien
Diese Struktur ist auf allen Betriebssystemen die gleiche. Unterschiede bestehen nur in der Darstellung. In Abbildung 2.1.12 sehen Sie beispielsweise eine Darstellung im FTP-Client FileZilla14 unter Windows Vista. Im linken Fenster sehen Sie Ihren lokalen PC, im rechten Fenster das Dokumentenverzeichnis Ihres entfernten Webservers.

Abbildung 2.1.12: Joomla!-Dateien im FTP-Client FileZilla
Joomla!-Webinstaller
Ab jetzt geht alles blitzschnell, weil der Joomla!-Webinstaller das Kommando übernimmt. Rufen Sie die URL http://localhost/joomla150/ auf.
Schritt 1 – Sprachauswahl
Der Webinstaller meldet sich in deutscher Sprache mit der Sprachauswahl. Die Sprachauswahl ist der erste von insgesamt sieben Installationsschritten. Legen Sie hier die gewünschte Sprache fest und klicken den Button Weiter (Abbildung 2.1.13).

Abbildung 2.1.13: Installer – Sprachauswahl
Schritt 2 – Installationsprüfung
Sie sehen die Installationsprüfung (Abbildung 2.1.14). Diese Prüfung soll Ihnen helfen zu beurteilen, ob sich Ihre Serverumgebung für die Installation von Joomla! eignet.

Abbildung 2.1.14: Installer – Installationsprüfung
Wenn Sie überwiegend grüne Testergebnisse sehen, so ist das schon mal ein gutes Zeichen. Abhängig von Ihrer Konfiguration kann es hier Unterschiede geben. Der Joomla!-Installer berücksichtigt die Konfigurationseinstellungen von Webserver (in unserem Fall Apache), PHP und dem Betriebssystem. Auf Unix-artigen Systemen (Linux, Mac OS X) müssen Sie auf Schreibberechtigungen achten. Dies gilt insbesondere für die Datei configuration.php. Sie wird am Ende der Installation mit Ihren individuellen Werten erzeugt. Hat der Installer keine Schreibrechte im Ordner, kann Joomla! die Datei nicht erstellen, und die Installation schlägt fehl. Versuchen Sie, in diesem Fall die Rechte entsprechend zu konfigurieren und klicken Sie auf den Button Prüfung wiederholen.
Exkurs
Bei Mehrbenutzerbetriebssystemen (Windows, Linux, Mac OSX) werden die Dateirechte für Dateien und Ordner meist mit den Worten Lesen, Schreiben, Lesen/Ausführen, Ändern und Vollzugriff umschrieben. Jedes Betriebsystem verwaltet die Rechte auf eine leicht unterschiedliche Weise.
Unterscheiden kann man bei Windows die Art der Verwaltung vor Windows NT (Windows 98, Windows ME) und nach Windows NT (Window XP, Windows Vista). Nach Windows NT wurden für Dateien, Ordner und Prozesse Access Control Lists (ACLs), Zugangskontrolllisten, eingeführt. Wenn diese ACLs nicht gesetzt sind, erhält jeder Benutzer Vollzugriff auf jedes Objekt. Daher ist auf diesen Betriebssystemen das Arbeiten mit XAMPP lite und Joomla! so »einfach«. In Windows Vista wurde unter anderem die Sicherheit bei der Ausführung
von Prozessen erhöht, daher müssen Sie beispielsweise den Betrieb eines Webservers und eines Datenbankservers erst explizit erlauben.
Bei Unix-artigen Systemen (Linux, Max OS X) werden die Zugriffsrechte über drei Benutzergruppen (Inhaber, Gruppe und Sonstige) und die Rechte (Lesen, Schreiben und Ausführen) eingeteilt. Die Benutzerzuordnungen werden über den Befehl chown geregelt, die Dateirechte über den Befehl chmod. Beide Befehle finden Sie in Ihrem FTP-Programm (meist über einen Rechtsklick auf den Namen der Datei, deren
Rechte Sie ändern möchten). Eine ausführliche Erklärung sowie eine Übersicht über die Zusammensetzung der Rechte finden Sie beispielsweise unter http://de.wikipedia.org/wiki/Unix-Dateirechte.
Bei virtuellen Servern bei einem Provider kann es, je nach Konfiguration des Servers, manchmal vorkommen, dass der Webserver mit anderen Rechten und Gruppenzuordnungen als der FTP-Benutzer läuft. Wenn Sie nun eine Datei über Joomla! hochladen, wird diese mit den Rechten des Webservers (z.B. mit dem User wwwrun) gespeichert. Wenn Sie mit Ihrem FTP-Benutzer (z.B. bertrand) diese Datei dann löschen wollen, kann es u.U. passieren, dass Sie das nicht dürfen, weil Ihr FTP-Benutzer sich in einer anderen Benutzergruppe als der Webserver befindet.
Wenn Sie mit der XAMPP lite-Lösung unter Windows arbeiten, sollte es bei Ihnen so aussehen wie bei mir. Klicken Sie auf den Button Weiter, und Sie befinden sich im Schritt Lizenz.
Schritt 3 – Lizenz
Jede Software wird unter bestimmten Bedingungen lizenziert. Bei Joomla! handelt es sich um dieGNU/GPL Lizenz in der Version 2.0 (Abbildung 2.1.15).
Exkurs
Eine deutsche Übersetzung dieser Lizenz finden Sie unter http://www.gnu.de/documents/gpl-2.0.de.html.
Machen Sie sich ruhig die Mühe und schauen sich die deutsche Übersetzung dieser Lizenz an. Es ist momentan wohl einer der berühmtesten Texte in der Welt der Software.

Abbildung 2.1.15: Installer – Lizenz
Schritt 4 – Datenbank
Im vierten Schritt Datenbankkonfiguration werden Ihre Datenbank-Parameter abgefragt (Abbildung 2.1.16). In der XAMPP lite-Serverumgebung können Sie beliebig viele Datenbanken anlegen und haben einen MySQL-Benutzer mit dem Namen root ohne Passwort. Der Benutzer root ist der MySQL-Administrator und darf alles in einem MySQL-System. Ohne Passwort ist so eine Installation ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Lokal ist es m.E. am Anfang in Ordnung, um das System schnell zum Laufen zu bringen. Sie sollten langfristig Ihre XAMPP lite-Installation im Sicherheitscheck mit Passworten versehen15.

Abbildung 2.1.16: Installer – Datenbankkonfiguration
Tragen Sie bei einer lokalen XAMPP lite-Installation folgende Werte ein:
Computer Name: localhost
Benuztername: root
Passwort: [leer lassen – Achtung Sicherheitsrisiko!]
Wählen Sie jetzt noch den Datenbanknamen aus. In der lokalen XAMPP lite-Umgebung lassen sich beliebig viele Datenbanken anlegen, weil der Benutzer root das Recht dazu hat. In einer produktiven Umgebung auf einem Datenbankserver bei einem Provider haben Sie vermutlich ein festes Kontingent von Datenbanken, und die Datenbankzugangsdaten sind in der Regel vorgegeben.
Aus diesem Grund kann ich im Installer den Namen einer Datenbank angeben, die noch nicht existiert (joomla150).
Durch einen Klick auf das grüne Dreieck vor Erweiterte Einstellungen können Sie weitere Optionen einblenden.
Sie können wählen, ob die Tabellen einer evtl. bereits bestehenden Joomla!-Installation in dieser Datenbank gelöscht oder gesichert und mit dem Präfix bak_ versehen werden sollen.
Das MySQL-Tabellenpräfix ist eine praktische Sache. Vor jeden Tabellenamen, den der Webinstaller erzeugt, schreibt er den Text, den Sie in das entsprechende Feld eingeben. Standardmäßig schlägt der Webinstaller jos_ vor.
Das hat einen einfachen Grund. Manchmal erhalten Sie bei einem Internetprovider nur eine MySQL-Datenbank. Wenn Sie nun zwei Joomla!-Seiten betreiben wollen, hätten Sie ein Problem, da Sie ja die Tabellen nicht voneinander unterscheiden können. Durch das Tabellenpräfix ist es möglich, die Tabellen verschiedener Joomla!-Installationen auseinanderzuhalten (jos_mueller_ oder jos_schulze_). Hier sollten Sie den Standard jos_ übernehmen. Das Präfix wird außerdem genutzt, um gesicherte Daten zu kennzeichnen (bak_).
Schritt 5 – FTP-Konfiguration
Um Probleme mit Zugriffsrechten und einem evtl. eingeschalteten PHP Safe Mode gleich im Keim zu ersticken, gibt es seit Joomla! 1.5 die Möglichkeit, die FTP-Funktionen von PHP für den Upload und das Handling von Dateien zu benutzen. In der lokalen Installation mit XAMPP lite ist das nicht notwendig. Wenn Sie Joomla! auf einem virtuellen Webserver eines Providers installieren, geben Sie hier die FTP-Daten ein, die Ihnen Ihr Provider zur Verfügung gestellt hat. Wenn Ihr Provider diese Funktion erlaubt, so ist es aus Sicherheitsgründen ist ratsam, unterschiedliche FTP-Konten für sich als Benutzer und Joomla! anzulegen und das Joomla!-FTP-Konto nur für das entsprechende Joomla!-Verzeichnis freizuschalten (Abbildung 2.1.17).

Abbildung 2.1.17: Installer – FTP-Konfiguration
Schritt 6 – Konfiguration
Dieser Hauptkonfigurationsschritt ist dreigeteilt.
Im ersten Teil der Konfiguration wird der Name Ihrer Website abgefragt. Dieser Name taucht beispielweise in der Titelzeile des Browserfensters auf, wenn jemand Ihre Website aufruft. Der Name wird auch an verschiedenen anderen Stellen benutzt, beispielsweise bei Bestätigungsmails an registrierte Benutzer. Ich nehme für unsere Beispielseite den Namen Joomla! 1.5.0 (Abbildung 2.1.18).
Im zweiten Teil werden die Pfade der Website, die Administrator-E-Mail und das Administrator-Passwort abgefragt. Notieren Sie sich das Passwort am besten auf einen Zettel (aber kleben Sie ihn nicht an den Bildschirm oder unter die Tastatur :-)).

Abbildung 2.1.18: Installer – Konfiguration – E-Mail, Passwort
Im dritten Teil legen Sie die Art der Daten fest, die Ihre Joomla!-Installation enthalten soll (Abbildung 2.1.19).
Installation der Beispieldaten
Das Wichtigste sind die Daten Ihrer Installation. Joomla! ermöglicht und empfiehlt es auch ausdrücklich, dass Anfänger die Beispieldaten installieren. Sie erhalten damit ein Gefühl für das Programm und können gefahrlos experimentieren.
Lade lokales SQL-Script
Oft hat man bereits lokal eine Joomla!-Website erstellt und möchte nun genau diese Daten in seiner Online-Datenbank haben. In diesem Fall können Sie hier die aus der lokalen Version exportierte .sql-Datei angeben, die Ihre Joomla!-Daten enthält. Achten Sie darauf, dass diese Datei genau das Joomla! 1.5-Datenbankschema enthält und UTF8-kodiert ist. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Anhang.
Lade Migrationsskript
Diese Option macht aus einer älteren Joomla! 1.0.x-Installation eine Joomla! 1.5-Version. Näheres zum Umstieg erfahren Sie im Anhang.
Die Installation von Beispieldaten ist als Standard ausgewählt. Wir werden im weiteren Verlauf des Buches diese Variante betrachten.

Abbildung 2.1.19: Installer – Konfiguration – Daten
Klicken Sie auf den Button Beispieldaten installieren. Der Installer lädt die Daten in Ihre Datenbank und ändert die Anzeige (Abbildung 2.1.20). Der Vorgang ist ein wenig unscheinbar, aber zur Installation der Beispieldaten notwendig. Der Button verschwindet, und ein kleines Textfenster erscheint.

Abbildung 2.1.20: Installer – Konfiguration – Beispieldaten
Klicken Sie jetzt auf den Button Weiter, und die Daten werden übernommen.
Schritt 7 – Abschluss
Der siebte und letzte Schritt gratuliert zur erfolgreichen Installation (Abbildung 2.1.21). Ich gratuliere auch. In fetter Schrift steht dort, dass Sie bitte das Verzeichnis mit dem Namen Installation löschen sollen. Diesen Hinweis sollten Sie jetzt beherzigen, denn Ihre Joomla!-Website läuft ohne diese Maßnahme nicht.
Hinweis
Für Leser, die gern an einem konkreten Beispiel den Bau einer Website von Anfang an begleiten wollen, gibt es das Kapitel 16.
Hinweis
In Ihrem Dokumentenverzeichnis ist eine Datei mit dem Namen configuration.php erstellt worden. Falls Sie die Installation wiederholen möchten, müssen Sie, bevor Sie das Installationsverzeichnis löschen, die Datei configuration.php löschen. Der Joomla!- Installer startet dann erneut, wenn Sie im Browser die URL aufrufen, unter der sich die Joomla!-Dateien befinden.

Abbildung 2.1.21: Installer – Abschluss
Ihr Administrations-Benutzername ist immer admin.
Hinweis
Für den Fall, dass Sie das Administratorpasswort vergessen/verlegt haben sollten, finden Sie im Anhang eine Lösung.
Sie haben jetzt Joomla! vollständig installiert und können damit beginnen, Ihre Website zu konfigurieren und Inhalte einzupflegen. Sie haben die Wahl zwischen den Buttons Site (Website ansehen) und Admin (Administrationsoberfläche).
Sehen Sie ruhig mal Ihre frisch erstellte Website an und klicken Sie auf Site. Sollten Sie noch nicht das Verzeichnis Installation gelöscht haben, erhalten Sie jetzt noch einmal einen freundlichen Hinweis, es zu löschen und anschließend die Seite zu aktualisieren.
Das Ergebnis sieht schon sehr eindrucksvoll aus (Abbildung 2.1.22).

Abbildung 2.1.22: Ihre Website direkt nach der Installation
Schauen Sie sich in Ruhe um, klicken Sie ein paar Möglichkeiten durch und versuchen Sie sich zu orientieren. In dieser mit Beispieldaten gefüllten Website werden viele Funktionalitäten von Joomla! genutzt, und wir werden uns diese in Ruhe ansehen.
12 Downloadmöglichkeit siehe Anhang.
15 http://localhost/security/
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2.5 Lokale Serverumgebung einrichten
Submitted by Hagen Graf on 17. December 2007 - 11:24Video zu diesem Buchkapitel:
Um Joomla! lokal auf Ihrem PC installieren zu können, müssen Sie eine Serverumgebung, wie oben beschrieben, bereitstellen.
Windows
Windows ist sehr benutzerfreundlich und weit verbreitet. Über 90% aller PC arbeiten mit Windows als Betriebssystem. Windows XP und Windows Vista sind die vorherrschenden Varianten. Leider sind weder der Webserver Apache5 noch die Datenbank MySQL6, geschweige denn PHP7 im Lieferumfang enthalten.
Sie können jedes dieser Programme einzeln installieren, Sie können allerdings auch auf ein vorkonfiguriertes Paket zurückgreifen. Das schont die Nerven und ist sehr praktisch.
In Windows XP und Windows Vista sollten Sie sich auf Ihrem System im Administratormodus anmelden. Falls Sie nicht wissen, ob Sie Administratorrechte haben, sehen Sie in Start - Systemsteuerung - Benutzerkonten nach und ändern Sie die Rechte gegebenenfalls (Abbildung 2.1.1). In Windows Vista finden Sie die Einstellung unter Start - Systemsteuerung - Benutzerkonten und Jugendschutz.

Abbildung 2.1.1: Benutzerkonten in WinXP
XAMPP für Windows
XAMPP ist ein Projekt von Kai Seidler und Kay Vogelgesang. Die beiden »backen« seit mehreren Jahren eine komplette Serverumgebung mit den Zutaten Apache, MySQL, PHP, Perl und diversen sinnvollen Erweiterungen und stellen sie auf ihrer Website7 als ZIP-Archiv für gängige Betriebssysteme zur Verfügung. Das ist von immensem Vorteil für Menschen wie Sie und mich, da wir ja in erster Linie an Joomla! interessiert sind und nicht so sehr daran, wie das Drumherum funktioniert. Außerdem kann man die ganze Installation mit einem Mausklick wieder rückstandsfrei vom Windows-PC entfernen. Zur Deinstallation löschen Sie genau einen Ordner.
Aber bevor Sie es löschen, müssen Sie es zunächst installieren:
Laden Sie sich die Datei xampplite-win32-1.6.4.exe von der Buch-CD oder der Website8.

Abbildung 2.1.2: Extrahieren auf D:
Durch einen Doppelklick auf die Datei packt sich das Archiv aus (Abbildung 2.1.2). Sie können direkt auf ein Laufwerk Ihrer Wahl auspacken. Es entsteht ein Verzeichnis xampplite (Abbildung 2.1.3).

Abbildung 2.1.3: Windows Explorer in Windows Vista Home Premium
Doppelklicken Sie auf die Datei xampp-control.exe im xampplite-Verzeichnis und starten Sie Apache und MySQL. PHP wird dabei als Apache-Modul mitgestartet (Abbildung 2.1.4). XAMPP nimmt keine Einträge in die Windows-Registry vor und setzt auch keine Systemvariablen.

Abbildung 2.1.4: xampp-control.exe ausführen
Es kann sein, dass die Windows Firewall anspringt und entrüstet feststellt, dass Sie zwei Server gestartet haben, und fragt, ob Sie das wirklich wollen. Klicken Sie auf Nicht mehr blocken (Abbildung 2.1.5). Danach müssen Sie unter Windows Vista noch einmal explizit auf Fortfahren klicken.

Abbildung 2.1.5: Warnhinweise der Firewall unter Windows Vista
Öffnen Sie Ihren Internetbrowser und geben Sie http://127.0.0.1/ oder http://localhost/ ein. Danach sollten Sie die XAMPP-Startseite sehen. Klicken Sie auf den Link deutsch, und es zeigt sich folgende Seite (Abbildung 2.1.6):

Abbildung 2.1.6: Startseite XAMPP für Windows
Das Dokumentenverzeichnis für Ihre Website ist
[Laufwerk]:\xampplite\htdocs
In diesem Verzeichnis liegen alle von einem anderen Rechner im Internet zugänglichen Dateien. Lesen Sie die beigelegte readme_de.txt-Datei von XAMPP lite zu Ihrer Sicherheit aufmerksam durch. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu den evtl. benötigten benötigten Passwörtern.
Wenn Sie das Paket deinstallieren wollen, stoppen Sie alle laufenden Server und löschen Sie einfach das xampplite-Verzeichnis.
Exkurs
Falls der Webserver Apache beim Start von XAMPP lite nicht startet, kann es sein, dass bereits ein anderer Dienst den Port 80 auf Ihrem Rechner belegt. Ein verbreitetes Programm ist beispielsweise Skype. Es belegt in älteren Versionen standardmäßig Port 80 und verhindert damit einen Start eines anderen Dienstes. Sie können in den Optionen von Skype die Portnummer ändern oder zuerst XAMPP lite und dann Skype starten.
Linux
Bei Linux liegen die Dinge meist einfacher. Es gibt verschiedene Distributionen mit verschiedenen Standardkonfigurationen. Meist ist unser Dreamteam vorinstalliert und muss nur gestartet werden. Es besteht auch die Möglichkeit, eine XAMPP-Version für Linux zu installieren. Meines Erachtens ist es hier allerdings sinnvoller, auf die Originalprogramme zurückzugreifen. Die Installation erfolgt mittels Paketmanager und ist sehr einfach.
OpenSUSE > 10.x
Mithilfe des Konfigurationsprogramms YaST2 können Sie überprüfen, ob Apache, MySQL und PHP bereits installiert sind. Sollte das nicht der Fall sein, wählen Sie die entsprechenden Pakete zur Installation aus und lassen Sie sie durch YaST2 installieren.
Im Einzelnen handelt es sich um die Pakete:
apache2, apache2-devel, apache2-mod_php5
mysql, php5-mysql
Sie finden diese Pakete über die Oberfläche von YaST (Abbildung 2.1.7) auf den Datenträgern Ihrer SUSE-Distribution oder auf speziellen Paketseiten im Internet9.

Abbildung 2.1.7: YaST, von einem Windows-PC aus in einer Shell aufgerufen
Starten Sie den Webserver Apache durch den Befehl:
/etc/init.d/apache2 start
Starten Sie den Datenbankserver MySQL dann über:
/etc/init.d/mysql start
Stoppen können Sie beide mit dem Parameter stop. Eine Übersicht über alle Parameter erhalten Sie mit help.
Debian/Ubuntu
Bei Debian und auch Ubuntu heißt das Mittel der Wahl apt. Mithilfe des Programms apt können Sie Apache, MySQL und PHP installieren.
apt-get install [paketname]
Im Einzelnen handelt es sich um die Pakete:
apache-common – Support files for all Apache webservers
php5 – A server-side, HTML-embedded scripting language
mysql-common – mysql database common files (/etc/mysql/my.cnf)
mysql-server – mysql database server binaries
Sie finden diese Pakete automatisch über apt im Internet oder auf der Debian-CD/DVD.
Starten Sie Apache dann durch den Befehl /etc/init.d/apache2 start und MySQL über /etc/init.d/mysql start.
Eigener Server bei einem Provider (Root Server)
Wenn Sie einen kompletten Server bei einem Provider gemietet haben, so haben Sie meist einen Shell-Zugang und die freie Wahl der Linux-Distribution, die Sie benutzen wollen. Außerdem ist das System vorkonfiguriert und enthält bereits alle notwendigen Dateipakete und Konfigurationen. Für die Konfiguration dieser Server werden meist spezielle Administrationsoberflächen wie Confixx10 oder Plesk11 benutzt. Mit diesen Tools können Sie Ihren Server und die Dienste Apache und MySQL bequem über eine Browseroberfläche starten, stoppen und konfigurieren.
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2.3 Notwendige Elemente für die Installation eines Joomla! Systems
Submitted by Hagen Graf on 17. December 2007 - 11:13Um selbst ein Joomla!-System installieren zu können, benötigen Sie alle oben genannten Komponenten.
PC, Browser und Internetverbindung sind normalerweise vorhanden. Bei Webserver, PHP-Interpreter und Datenbank gibt es sehr viele Möglichkeiten.
Sie können:
-
das System komplett lokal auf Ihrem PC aufsetzen.
-
das System in einem Firmen-Intranet auf einem in der Firma befindlichen Server installieren.
-
einen virtuellen Server bei einem Provider anmieten.
-
einen Server bei einem Provider anmieten oder kaufen (mit Root-Zugriff).
Sie können ferner:
-
den Webserver und die Datenbank auf physisch getrennten Rechnern haben.
Sie können natürlich verschiedene
-
Fabrikate von Webservern,
-
Versionen des PHP-Interpreters,
-
Versionen der MySQL-Datenbank
benutzen.
Als Krönung können Sie alle Komponenten auf unterschiedlichen Betriebssystemen installieren und betreiben.
Diese Freiheit in der Wahl der Ressourcen erschlägt den Anfänger oft, deshalb nachfolgend ein paar typische Szenarien.
Lokale Testumgebung
Sie sitzen daheim oder in Ihrem Büro und wollen eine Joomla!-Seite aufsetzen.
Betriebssystem Windows
Variante 1
Windows XP Professional und Windows Vista Ultimate bringen von Haus aus einen Webserver mit, den Internet Information Server. Sie müssen zusätzlich noch PHP und eine Datenbank installieren und können loslegen.
Variante 2
Sie nehmen ein vorkonfiguriertes Paket (XAMPP), entpacken es auf Ihrem Rechner, und alles, was Sie benötigen, ist da.
Betriebssystem Linux
Hier kommt es auf die von Ihnen genutzte Distribution an. Alle Distributionen erlauben die einfache Installation (per Mausklick) der Pakete Apache, PHP und MySQL. Je nach Distribution sind sie unter Umständen bereits vorinstalliert.
Variante 1
Sie benutzen die in der Distribution enthaltenen Programme.
Variante 2
Sie nehmen ein vorkonfiguriertes Paket (XAMPP), entpacken es auf Ihrem Rechner, und alles, was Sie benötigen, ist da.
Betriebssystem Mac OS X
Sie haben einen Webserver standardmäßig in Ihrem System, den Sie aktivieren müssen (Apache), aber leider kein PHP. Es gibt keine offizielle PHP-Version für Mac OS X, aber es gibt ein PHP-Apache-Modul, das Sie installieren können1. Es existieren auch lauffähige MySQL-Versionen für Mac OS X, die nach einem entsprechenden Download installiert werden können2.
Variante 1
Sie benutzen den installierten Apache Webserver und installieren sich die fehlende Software dazu.
Variante 2
Es klingt wie ein Running Gag, aber nehmen Sie doch einfach das vorkonfigurierte Paket XAMPP für Mac OS X. Entpacken Sie es auf Ihrem Rechner, und alles, was Sie benötigen, ist da. Im Mac OS X-Umfeld wird auch gern auf ein anderes Komplettpaket mit dem Namen MAMP zurückgegriffen.3
Produktivumgebung
Auch hier gibt es mehrere Möglichkeiten.
Angemieteter virtueller Server
Sie mieten bei einem Provider ein Webspace-Paket mit Datenbank, PHP-Unterstützung und meist auch Ihrem Domainnamen. In diesem Fall haben Sie eine funktionfähige Umgebung, in die Sie Ihr Joomla! installieren können. Bei der Auswahl der Versionen (PHP, MySQL) sind Sie auf Ihren Provider angewiesen. Manchmal bieten die Provider auch bereits Joomla! vorinstalliert mit verschiedenen Templates an. Dann müssen Sie Joomla! nur per Mausklick aktivieren, und es steht Ihnen zur Verfügung.
Eigener Server
Sie mieten bei einem Provider einen Server und installieren darauf ein Betriebssystem Ihrer Wahl. Sie sind der Administrator dieses Systems und können wie auf Ihrem PC zuhause arbeiten.
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