Spracheinstellungen
4.1 Eine andere Sprache für die Website und den Administrationsbereich
Verfasst von Hagen Graf am 17. December 2007 - 14:31Falls Sie mit Ihrer Website eine deutsche Zielgruppe erreichen wollen, immerhin etwa 100 Millionen Menschen mit nicht zu verachtender Kaufkraft, sollten Sie selbstverständlich auf Ihrer Website die Sprache der Zielgruppe sprechen.
Wollen Sie ein internationales Publikum ansprechen, sollten Sie natürlich als Standard die englische Sprache beibehalten. Aber auch innerhalb Deutschlands gibt es noch genug Auswahlmöglichkeiten bei der Sprache: neue oder alte Rechtschreibung? Du oder Sie? Slangausdrücke, Denglisch oder seriös? Was ist seriös?
Unabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden, Sie brauchen eine angepasste Sprachdatei. Das deutsche Übersetzungsteam finden Sie auf joomlacode.org1, eine Website für Entwickler, die ebenfalls vom Joomla!-Projekt betrieben wird.
Installation einer anderen Sprachdatei
Laden Sie die Sprachdateien von der CD oder von der Projektseite des deutschen Übersetzungsteams auf Ihrem PC. Es halt sich dabei um eine Sprachdatei für das Frontend und für den Administrationsbereich (de-DE.joomla1571-admin-site.zip). (Die Datei hängt als Anhang unten an dieser Webseite). Diese Sprachdatei stammt vom deutschen Übersetzungsteam.
Um die Dateien zu installieren, loggen Sie sich, wie im zweiten Kapitel beschrieben, in Ihre Joomla!-Administration ein und klicken Sie auf Extensions - Install/Uninstall (Abbildung 4.1).

Abbildung 4.1: Sprachdatei installieren
Sie haben jetzt drei Möglichkeiten, die deutschen Sprachpakete einzuspielen:
Über einen Dateiupload vom heimischen PC.
Über ein Verzeichnis im Dokumentenbereich Ihres Webservers.
Über eine URL, die auf das entsprechende Sprachpaket zeigt.
Wir wählen hier den ersten Weg. Klicken Sie neben dem Feld Upload Package File auf Durchsuchen und wählen Sie die Datei de-DE.joomla1571-admin-site.zip aus. Klicken Sie auf Upload File & Install. Sollten alle Berechtigungen korrekt gesetzt sein, erhalten Sie die Meldung:
Install Language Success

Abbildung 4.2: Sprachauswahl (Language Manager)
Gehen Sie jetzt durch einen Klick auf Extension - Language Manager in die Sprachenverwaltung. Hier sehen Sie, aufgeteilt in die Reiter Site und Administrator, die zur Verfügung stehenden Sprachen. Außer English (United Kingdom) gibt es jetzt auch German formal – Sie und Informationen über den Ersteller der Sprachdatei.
Aber der grüne Haken für die Standardsprache steht noch neben English. Wählen Sie die deutsche Variante per Radiobutton aus und klicken Sie auf das Icon Default rechts oben (Abbildung 4.2). An dieser Stelle befinden sich im Administrationsinterface immer die Icons, die Aktionen und Dialoge abschließen.
Vergessen Sie nicht, auch das Administrationsinterface auf Deutsch umzustellen. Ihr Joomla! spricht im Backend und im Frontend deutsch mit Ihnen. Auf diese Backend- Funktionalität warten viele Benutzer seit Jahren! Mit Joomla! 1.5 geht dieser Wunsch endlich in Erfüllung.
Übersetzen eines Menüeintrags
Auch Ihre Website spricht jetzt Deutsch. Schauen Sie unter http://localhost/joomla150/ nach und suchen Sie einen Begriff über das Suchfeld.
Es ist eine atemberaubende Mischung aus Deutsch und Englisch auf der Seite zu sehen. Alle Texte, die automatisch per Programm eingeblendet werden, wie beispielsweise das Suchen oder die Anmeldeprozedur, sind auf Deutsch zu sehen, der Rest des Inhalts aber nicht.
Warum?
Die Antwort ist ganz einfach. Nur die Wörter und Sätze, die bekannt sind, können übersetzt werden. Ein großer Teil der Seite besteht jedoch aus von Benutzern eingegebenem Inhalt. Dieser Inhalt erscheint in der Sprache, in der er eingegeben worden ist. In unserem Fall sind die Beispieldaten in Englisch erstellt worden.
Was müssen Sie jetzt tun, um beispielsweise den Menüeintrag Home in Startseite zu ändern oder das Main Menu in Hauptmenü umzutaufen?
Im Falle Home klicken Sie auf Menüs / main menu. Sie befinden sich jetzt im Bereich Menüs. Klicken Sie auf den Link Home (Abbildung 4.3) und editieren Sie ihn in dem daraufhin erscheinenden Formular (Abbildung 4.4).

Abbildung 4.4: Menüeintrag bearbeiten
Exkurs
In der Version Joomla! 1.0.x gab es eine Möglichkeit, die Inhalte der Sprachpakete mithilfe des Spracheditors online zu verändern. Dieser Spracheditor entfällt im Standardumfang von Joomla! 1.5. Er wird allerdings als installierbares Add-on angeboten (Translations Manager2).
Achten Sie noch nicht auf die zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten, sondern ersetzen Sie einfach das Wort Home durch Startseite und klicken Sie auf Anwenden. In Ihrem Main Menu auf der Website steht jetzt Startseite!
Exkurs
Joomla! unterscheidet zwischen den Aktionen Anwenden, Speichern und Schließen:
Anwenden speichert die Änderungen und bleibt im Bearbeitungsmodus.
Speichern speichert die Änderungen ebenfalls, verlässt aber den Bearbeitungsmodus und kehrt zurück in die Listdarstellung.
Schließen speichert nichts und verlässt den Bearbeitungsmodus, entspricht also Abbrechen oder Cancel.
Ändern der Menübezeichnung
Um aus dem Main Menu ein Hauptmenü zu machen, öffnen Sie den Modul-Manager über Erweiterungen - Module (Abbildung 4.5). Durch einen Klick auf den Link Main Menu erhalten Sie ein Formular, wie eben bei dem Menüeintrag.
Ändern Sie einfach den Text, klicken Sie auf Anwenden und/oder Speichern, und schon ist aus dem Main Menu ein Hauptmenü geworden.
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2.7 Joomla!-Installation
Verfasst von Hagen Graf am 17. December 2007 - 12:27Um Joomla! installieren zu können, benötigen Sie zunächst den Quellcode. Laden Sie das Paket Joomla_1.5.7-Stable-Full_Package (hängt unten an dem Kapitel als Anhang) und speichern es auf Ihrem System12.
In welches Verzeichnis installieren?
Sie müssen sich überlegen, ob Sie Ihr Joomla! direkt in das Dokumentenverzeichnis installieren wollen oder in ein Unterverzeichnis. Das ist wichtig, weil Sie vermutlich eine möglichst kurze URL zu Ihrer Homepage möchten.
Beispiel
Wenn Sie Joomla! direkt in das Dokumentenverzeichnis Ihres Webservers (/htdocs) auspacken, so startet Ihre Webseite, wenn Sie auf Ihrem lokalen PC http://localhost/ bzw. auf Ihrem Server im Internet Ihren Domainnamen http://www.meinehomepage.de/ aufrufen. Erstellen Sie unterhalb von /htdocs/ noch ein weiteres Verzeichnis, beispielsweise /htdocs/joomla150/ und entpacken das Paket dort, so müssen Sie im Browser http://localhost/joomla150/ eingeben. Lokal ist das kein Problem, auf einer produktiven Seite im Internet sieht das nicht so gut aus.
In Ihrer lokalen XAMPP lite-Umgebung unter Windows liegen bereits einige HTML-Dateien und Unterverzeichnisse in /htdocs, die beispielsweise die Begrüßungsseite von XAMPP lite anzeigen (Abbildung 2.1.6). In Ihrer lokalen Linux-Umgebung wird Ihnen ebenfalls eine Startseite, abhängig von der Distribution und den Webservereinstellungen, angezeigt.
Verzeichnis
Ich schlage daher vor, Sie erstellen sich ein Unterverzeichnis mit dem Namenjoomla150 unterhalb Ihres Dokumentenverzeichnisses. In Windows nehmen Sie dazu den Windows Explorer, in Linux entweder die Shell, den KDE Konqueror oder den Midnight Commander.
[home]/htdocs/joomla150/
Im Windows Explorer sollte Ihr Verzeichnisbaum nun folgendermaßen aussehen (Abbildung 2.1.9):

Abbildung 2.1.9: Joomla!-Dateiverzeichnis
Wenn Sie in Ihrem Browser http://localhost/joomla150/ eingeben, erscheint in der XAMPP lite-Variante eine Seite mit einem leeren Inhaltsverzeichnis (Abbildung 2.1.10).

Abbildung 2.1.10: Apache-Verzeichnisanzeige
Unter Linux oder bei einer anderen Konfiguration kann es sein, dass Sie eine Meldung erhalten, der zufolge Sie keinen Zugriff auf dieses Verzeichnis haben. Das hängt mit der Konfiguration des Webservers zusammen. Aus Sicherheitsgründen ist die automatische Verzeichnisanzeige in der Apache-Konfiguration oft deaktiviert. Ein potenzieller Angreifer könnte aus diesen Informationen viele interessante Schlüsse über die Verzeichnisstruktur und die Dateien auf Ihrer Homepage ziehen und sie dann gezielt angreifen.
Auf virtuellen Webservern bei Providern dürfen Sie auf die Konfigurationsdatei des Apache Webservers aus Sicherheitsgründen meistens nicht zugreifen. Falls doch, sollten Sie aus oben genannten Gründen die Inhaltverzeichnisse deaktiviert lassen bzw. nur für bestimmte Verzeichnisse einschalten, in denen Sie Dateien zum Download anbieten.
Entpacken
Jetzt können Sie endlich das Dateipaket Joomla_1.5.7-Stable-Full_Package.zip (hängt unten an dem Kapitel als Anhang) in das vorbereitete Verzeichnis auspacken (Abbildung 2.1.11). Unter Windows XP und Windows Vista können Sie dieses Paket direkt mit dem Datei-Explorer auspacken. Unter allen anderen Windows-Versionen benötigen Sie ein separates Packprogramm wie beispielsweise das freie Programm TUGZip13.

Abbildung 2.1.11: Joomla!-Quellcode-Dateien
Diese Struktur ist auf allen Betriebssystemen die gleiche. Unterschiede bestehen nur in der Darstellung. In Abbildung 2.1.12 sehen Sie beispielsweise eine Darstellung im FTP-Client FileZilla14 unter Windows Vista. Im linken Fenster sehen Sie Ihren lokalen PC, im rechten Fenster das Dokumentenverzeichnis Ihres entfernten Webservers.

Abbildung 2.1.12: Joomla!-Dateien im FTP-Client FileZilla
Joomla!-Webinstaller
Ab jetzt geht alles blitzschnell, weil der Joomla!-Webinstaller das Kommando übernimmt. Rufen Sie die URL http://localhost/joomla150/ auf.
Schritt 1 – Sprachauswahl
Der Webinstaller meldet sich in deutscher Sprache mit der Sprachauswahl. Die Sprachauswahl ist der erste von insgesamt sieben Installationsschritten. Legen Sie hier die gewünschte Sprache fest und klicken den Button Weiter (Abbildung 2.1.13).

Abbildung 2.1.13: Installer – Sprachauswahl
Schritt 2 – Installationsprüfung
Sie sehen die Installationsprüfung (Abbildung 2.1.14). Diese Prüfung soll Ihnen helfen zu beurteilen, ob sich Ihre Serverumgebung für die Installation von Joomla! eignet.

Abbildung 2.1.14: Installer – Installationsprüfung
Wenn Sie überwiegend grüne Testergebnisse sehen, so ist das schon mal ein gutes Zeichen. Abhängig von Ihrer Konfiguration kann es hier Unterschiede geben. Der Joomla!-Installer berücksichtigt die Konfigurationseinstellungen von Webserver (in unserem Fall Apache), PHP und dem Betriebssystem. Auf Unix-artigen Systemen (Linux, Mac OS X) müssen Sie auf Schreibberechtigungen achten. Dies gilt insbesondere für die Datei configuration.php. Sie wird am Ende der Installation mit Ihren individuellen Werten erzeugt. Hat der Installer keine Schreibrechte im Ordner, kann Joomla! die Datei nicht erstellen, und die Installation schlägt fehl. Versuchen Sie, in diesem Fall die Rechte entsprechend zu konfigurieren und klicken Sie auf den Button Prüfung wiederholen.
Exkurs
Bei Mehrbenutzerbetriebssystemen (Windows, Linux, Mac OSX) werden die Dateirechte für Dateien und Ordner meist mit den Worten Lesen, Schreiben, Lesen/Ausführen, Ändern und Vollzugriff umschrieben. Jedes Betriebsystem verwaltet die Rechte auf eine leicht unterschiedliche Weise.
Unterscheiden kann man bei Windows die Art der Verwaltung vor Windows NT (Windows 98, Windows ME) und nach Windows NT (Window XP, Windows Vista). Nach Windows NT wurden für Dateien, Ordner und Prozesse Access Control Lists (ACLs), Zugangskontrolllisten, eingeführt. Wenn diese ACLs nicht gesetzt sind, erhält jeder Benutzer Vollzugriff auf jedes Objekt. Daher ist auf diesen Betriebssystemen das Arbeiten mit XAMPP lite und Joomla! so »einfach«. In Windows Vista wurde unter anderem die Sicherheit bei der Ausführung
von Prozessen erhöht, daher müssen Sie beispielsweise den Betrieb eines Webservers und eines Datenbankservers erst explizit erlauben.
Bei Unix-artigen Systemen (Linux, Max OS X) werden die Zugriffsrechte über drei Benutzergruppen (Inhaber, Gruppe und Sonstige) und die Rechte (Lesen, Schreiben und Ausführen) eingeteilt. Die Benutzerzuordnungen werden über den Befehl chown geregelt, die Dateirechte über den Befehl chmod. Beide Befehle finden Sie in Ihrem FTP-Programm (meist über einen Rechtsklick auf den Namen der Datei, deren
Rechte Sie ändern möchten). Eine ausführliche Erklärung sowie eine Übersicht über die Zusammensetzung der Rechte finden Sie beispielsweise unter http://de.wikipedia.org/wiki/Unix-Dateirechte.
Bei virtuellen Servern bei einem Provider kann es, je nach Konfiguration des Servers, manchmal vorkommen, dass der Webserver mit anderen Rechten und Gruppenzuordnungen als der FTP-Benutzer läuft. Wenn Sie nun eine Datei über Joomla! hochladen, wird diese mit den Rechten des Webservers (z.B. mit dem User wwwrun) gespeichert. Wenn Sie mit Ihrem FTP-Benutzer (z.B. bertrand) diese Datei dann löschen wollen, kann es u.U. passieren, dass Sie das nicht dürfen, weil Ihr FTP-Benutzer sich in einer anderen Benutzergruppe als der Webserver befindet.
Wenn Sie mit der XAMPP lite-Lösung unter Windows arbeiten, sollte es bei Ihnen so aussehen wie bei mir. Klicken Sie auf den Button Weiter, und Sie befinden sich im Schritt Lizenz.
Schritt 3 – Lizenz
Jede Software wird unter bestimmten Bedingungen lizenziert. Bei Joomla! handelt es sich um dieGNU/GPL Lizenz in der Version 2.0 (Abbildung 2.1.15).
Exkurs
Eine deutsche Übersetzung dieser Lizenz finden Sie unter http://www.gnu.de/documents/gpl-2.0.de.html.
Machen Sie sich ruhig die Mühe und schauen sich die deutsche Übersetzung dieser Lizenz an. Es ist momentan wohl einer der berühmtesten Texte in der Welt der Software.

Abbildung 2.1.15: Installer – Lizenz
Schritt 4 – Datenbank
Im vierten Schritt Datenbankkonfiguration werden Ihre Datenbank-Parameter abgefragt (Abbildung 2.1.16). In der XAMPP lite-Serverumgebung können Sie beliebig viele Datenbanken anlegen und haben einen MySQL-Benutzer mit dem Namen root ohne Passwort. Der Benutzer root ist der MySQL-Administrator und darf alles in einem MySQL-System. Ohne Passwort ist so eine Installation ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Lokal ist es m.E. am Anfang in Ordnung, um das System schnell zum Laufen zu bringen. Sie sollten langfristig Ihre XAMPP lite-Installation im Sicherheitscheck mit Passworten versehen15.

Abbildung 2.1.16: Installer – Datenbankkonfiguration
Tragen Sie bei einer lokalen XAMPP lite-Installation folgende Werte ein:
Computer Name: localhost
Benuztername: root
Passwort: [leer lassen – Achtung Sicherheitsrisiko!]
Wählen Sie jetzt noch den Datenbanknamen aus. In der lokalen XAMPP lite-Umgebung lassen sich beliebig viele Datenbanken anlegen, weil der Benutzer root das Recht dazu hat. In einer produktiven Umgebung auf einem Datenbankserver bei einem Provider haben Sie vermutlich ein festes Kontingent von Datenbanken, und die Datenbankzugangsdaten sind in der Regel vorgegeben.
Aus diesem Grund kann ich im Installer den Namen einer Datenbank angeben, die noch nicht existiert (joomla150).
Durch einen Klick auf das grüne Dreieck vor Erweiterte Einstellungen können Sie weitere Optionen einblenden.
Sie können wählen, ob die Tabellen einer evtl. bereits bestehenden Joomla!-Installation in dieser Datenbank gelöscht oder gesichert und mit dem Präfix bak_ versehen werden sollen.
Das MySQL-Tabellenpräfix ist eine praktische Sache. Vor jeden Tabellenamen, den der Webinstaller erzeugt, schreibt er den Text, den Sie in das entsprechende Feld eingeben. Standardmäßig schlägt der Webinstaller jos_ vor.
Das hat einen einfachen Grund. Manchmal erhalten Sie bei einem Internetprovider nur eine MySQL-Datenbank. Wenn Sie nun zwei Joomla!-Seiten betreiben wollen, hätten Sie ein Problem, da Sie ja die Tabellen nicht voneinander unterscheiden können. Durch das Tabellenpräfix ist es möglich, die Tabellen verschiedener Joomla!-Installationen auseinanderzuhalten (jos_mueller_ oder jos_schulze_). Hier sollten Sie den Standard jos_ übernehmen. Das Präfix wird außerdem genutzt, um gesicherte Daten zu kennzeichnen (bak_).
Schritt 5 – FTP-Konfiguration
Um Probleme mit Zugriffsrechten und einem evtl. eingeschalteten PHP Safe Mode gleich im Keim zu ersticken, gibt es seit Joomla! 1.5 die Möglichkeit, die FTP-Funktionen von PHP für den Upload und das Handling von Dateien zu benutzen. In der lokalen Installation mit XAMPP lite ist das nicht notwendig. Wenn Sie Joomla! auf einem virtuellen Webserver eines Providers installieren, geben Sie hier die FTP-Daten ein, die Ihnen Ihr Provider zur Verfügung gestellt hat. Wenn Ihr Provider diese Funktion erlaubt, so ist es aus Sicherheitsgründen ist ratsam, unterschiedliche FTP-Konten für sich als Benutzer und Joomla! anzulegen und das Joomla!-FTP-Konto nur für das entsprechende Joomla!-Verzeichnis freizuschalten (Abbildung 2.1.17).

Abbildung 2.1.17: Installer – FTP-Konfiguration
Schritt 6 – Konfiguration
Dieser Hauptkonfigurationsschritt ist dreigeteilt.
Im ersten Teil der Konfiguration wird der Name Ihrer Website abgefragt. Dieser Name taucht beispielweise in der Titelzeile des Browserfensters auf, wenn jemand Ihre Website aufruft. Der Name wird auch an verschiedenen anderen Stellen benutzt, beispielsweise bei Bestätigungsmails an registrierte Benutzer. Ich nehme für unsere Beispielseite den Namen Joomla! 1.5.0 (Abbildung 2.1.18).
Im zweiten Teil werden die Pfade der Website, die Administrator-E-Mail und das Administrator-Passwort abgefragt. Notieren Sie sich das Passwort am besten auf einen Zettel (aber kleben Sie ihn nicht an den Bildschirm oder unter die Tastatur :-)).

Abbildung 2.1.18: Installer – Konfiguration – E-Mail, Passwort
Im dritten Teil legen Sie die Art der Daten fest, die Ihre Joomla!-Installation enthalten soll (Abbildung 2.1.19).
Installation der Beispieldaten
Das Wichtigste sind die Daten Ihrer Installation. Joomla! ermöglicht und empfiehlt es auch ausdrücklich, dass Anfänger die Beispieldaten installieren. Sie erhalten damit ein Gefühl für das Programm und können gefahrlos experimentieren.
Lade lokales SQL-Script
Oft hat man bereits lokal eine Joomla!-Website erstellt und möchte nun genau diese Daten in seiner Online-Datenbank haben. In diesem Fall können Sie hier die aus der lokalen Version exportierte .sql-Datei angeben, die Ihre Joomla!-Daten enthält. Achten Sie darauf, dass diese Datei genau das Joomla! 1.5-Datenbankschema enthält und UTF8-kodiert ist. Mehr zu diesem Thema finden Sie im Anhang.
Lade Migrationsskript
Diese Option macht aus einer älteren Joomla! 1.0.x-Installation eine Joomla! 1.5-Version. Näheres zum Umstieg erfahren Sie im Anhang.
Die Installation von Beispieldaten ist als Standard ausgewählt. Wir werden im weiteren Verlauf des Buches diese Variante betrachten.

Abbildung 2.1.19: Installer – Konfiguration – Daten
Klicken Sie auf den Button Beispieldaten installieren. Der Installer lädt die Daten in Ihre Datenbank und ändert die Anzeige (Abbildung 2.1.20). Der Vorgang ist ein wenig unscheinbar, aber zur Installation der Beispieldaten notwendig. Der Button verschwindet, und ein kleines Textfenster erscheint.

Abbildung 2.1.20: Installer – Konfiguration – Beispieldaten
Klicken Sie jetzt auf den Button Weiter, und die Daten werden übernommen.
Schritt 7 – Abschluss
Der siebte und letzte Schritt gratuliert zur erfolgreichen Installation (Abbildung 2.1.21). Ich gratuliere auch. In fetter Schrift steht dort, dass Sie bitte das Verzeichnis mit dem Namen Installation löschen sollen. Diesen Hinweis sollten Sie jetzt beherzigen, denn Ihre Joomla!-Website läuft ohne diese Maßnahme nicht.
Hinweis
Für Leser, die gern an einem konkreten Beispiel den Bau einer Website von Anfang an begleiten wollen, gibt es das Kapitel 16.
Hinweis
In Ihrem Dokumentenverzeichnis ist eine Datei mit dem Namen configuration.php erstellt worden. Falls Sie die Installation wiederholen möchten, müssen Sie, bevor Sie das Installationsverzeichnis löschen, die Datei configuration.php löschen. Der Joomla!- Installer startet dann erneut, wenn Sie im Browser die URL aufrufen, unter der sich die Joomla!-Dateien befinden.

Abbildung 2.1.21: Installer – Abschluss
Ihr Administrations-Benutzername ist immer admin.
Hinweis
Für den Fall, dass Sie das Administratorpasswort vergessen/verlegt haben sollten, finden Sie im Anhang eine Lösung.
Sie haben jetzt Joomla! vollständig installiert und können damit beginnen, Ihre Website zu konfigurieren und Inhalte einzupflegen. Sie haben die Wahl zwischen den Buttons Site (Website ansehen) und Admin (Administrationsoberfläche).
Sehen Sie ruhig mal Ihre frisch erstellte Website an und klicken Sie auf Site. Sollten Sie noch nicht das Verzeichnis Installation gelöscht haben, erhalten Sie jetzt noch einmal einen freundlichen Hinweis, es zu löschen und anschließend die Seite zu aktualisieren.
Das Ergebnis sieht schon sehr eindrucksvoll aus (Abbildung 2.1.22).

Abbildung 2.1.22: Ihre Website direkt nach der Installation
Schauen Sie sich in Ruhe um, klicken Sie ein paar Möglichkeiten durch und versuchen Sie sich zu orientieren. In dieser mit Beispieldaten gefüllten Website werden viele Funktionalitäten von Joomla! genutzt, und wir werden uns diese in Ruhe ansehen.
12 Downloadmöglichkeit siehe Anhang.
15 http://localhost/security/
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